PEACE

13. März 2017

2010 ist bei mir der Groschen gefallen. Wenn ich etwas in der Welt verändern will, dann muss ich bei mir beginnen. Ich wandte mich also ab, von dem was ich vorher tat und versuchte mir auf den Grund zu gehen. Es dauerte bis ich mich wiederfand und mir meine Sehnsucht klar wurde, die ich bereits als Kind hatte. In mir brodelten tatsächlich Kindheits-Wünsche, die anders waren, als das, was mir bis dahin wichtig geworden war.

Amen!

31. Juli 2016

Meine Zweifel haben Urlaub.
Das ist ein wohliges Gefühl.
Sie sollten immer frei haben.

wahlverwandt

30. Juni 2016

Mein letztes Wochenende möchte verdaut werden, wie ein sehr reichhaltiges Festmahl. Es zwickt und sticht, obwohl es mir so köstlich und wohlig gemundet hat. Aber es war einfach zu viel. Ich merke es, weil ich immer wieder aufstoßen muss und die Schnäpse so gar nichts bringen. Wenn ich in den Garten gehe, um mich zu erden, streifen mich die Gefühle nicht, sie rammen mein Ich. Es ist unglaublich, was ein Klassentreffen wieder ans Tageslicht bringt.

ah, deshalb!

19. März 2016

Seit gestern ist in mir eine Traurigkeit, die wohl von mir angeschaut werden will. Sie steht da, ganz ruhig, schaut mich an und wartet. Es ist, als sei es Ich-in-klein die mich da betrachtet. Ich habe Zöpfe, lächle, obwohl ich traurig bin. Es ist mir unangenehm. Ich fühle zwei Stimmen in mir. Eine will schreien, „Starre mich nicht so an, verschwinde!“ die andere sagt liebevoll „Sprich bitte mit mir!“. Seit gestern stehen wir zwei da. Traurig. Gelähmt von dem, was wir nicht greifen können. Wir bewegen uns ungewohnt ruhig, fast schon wie in Zeitlupe.

… um zu …

10. März 2015

In meinem Leben habe ich schon so oft etwas getan, wo mich andere völlig entsetzt gefragt haben „aber wieso machst Du denn das, da hast Du doch nichts von?“. Ich will jetzt nicht sagen, das ich Mutter Teresas Tochter bin. Auch ich habe Dinge getan, um in der Nähe von jemandem zu sein. Werner, zum Beispiel. Werner habe ich vor etlichen Jahren geholfen sein Studio zu renovieren – Stunden, Tage – immer wieder habe ich ihm geholfen. Wieso? Ich wollte ihm nahe sein und war damals – da war ich 21 – noch zu schüchtern und konnte ihm nur über diesem Weg sagen, das ich unsterblich in ihn verliebt war.

Vater unser

23. Dezember 2014

Dieses Jahr habe ich wieder so viel lernen dürfen. Beim Rückbesinnen springen meine Gedanken über Zäune, jagen sich und spielen verstecken. Danke, liebes Jahr, Du warst üppig, vielseitig und herausfordernd-schön. So durfte ich wieder einmal mehr erkennen, wie stark ich durch die schwarz-weiße Vorstellung unserer Gesellschaft geprägt bin. Immer wieder schlichen sich Gedanken in meinen Kopf und wollten sich’s gemütlich machen.

Angekommen!

4. Dezember 2014

Mir glückt es recht gut, dem Chaos, das bis zu meinen Knöcheln schwappt, willkommen zu sagen. Hei, was soll’s, es ist wie es ist und kommt auch wieder geregelt. Lebensabschnitte, in denen ich genauestens wissen werde, was als nächstes kommt und wo was liegt, wird es bestimmt noch zur genüge geben. Ausserdem glaub ich ja, dass so ein Umzug mit dem ganzen wo-ist-nun-schon-wieder-das-und-wo-hatte-ich-doch-gleich-jenes, wie ein dicker Wälzer-Sudoku-durcharbeiten ist. Das belebt das Hirn!

Etiketten-Brödel

24. Oktober 2014

Heut fühle ich mich, wie am Ende von Drei-Nüsse-für-Aschen-Brödel, nur das meine Die-Guten-hier-hin-die-Schlechten-dort-hin-Arbeit, Etiketten-schneiden heißt. Aber, wie im Märchen, nimmt es ein gutes Ende. Eigentlich wendet sich ja fast immer alles zum Schönen.

„Musst es nur erwarten können!“ hat meine Mutter immer gesagt.
Dann fand ich sie immer doof. Sie hat mich und mein Problem-Phäschen gar nicht gesehen.

Herz-Trüffel

19. Oktober 2014

Die Auszeit, die ich mir diese Woche gegönnt hab, könnte ich auch Tournee nennen oder Besuch-den-Freund-Tour. Ich hatte einfach mal das Bedürfnis mich in der alten Heimatstadt sehen und treiben zu lassen. Vielleicht wollte ich aber auch nicht die Ruhe nach dem Sturm spüren – mich spüren. Rado hatte Sohn-Ferien und ist mit Freunden weg gefahren und ich … ja, ich, was mach ich mit dem zerzausten Mich?! So hatte ich mich verabredet und mir Freiräume gelassen, an denen ich schauen konnte, was mich auf dem Weg noch so kreuzen wollte. Es war und ist noch eine feine Zeit. Die Begegnungen, die ich in der doch sehr kurzen Zeit in mein Leben bringen konnte, waren für mich auch mal wieder wichtig. Ich konnte mit einer Freundin vieles wegplaudern und mit anderen über all das, was passiert ist, sprechen – so schön im Gegenübersitzen, wo Pausen des Schweigens auch schön zuzulassen sind.

Leidenschaft

4. Oktober 2014

Eine Woche ist vergangen in der ich mich nur treiben lassen durfte. Einmal bin ich auch wieder, nach dem ich mich etwas vom Turbo-Wochenende erholt habe, meinen Lieblings-Wanderweg gewandert. Die Tage kamen und vergingen. Nur einen Termin hatten wir vorgestern mit dem Amts-Mann an dem neuen Ort, wo wir ab Dezember wohnen werden. Er hat sich die wunderschöne alte Gutsküche angeschaut und uns gesagt, was wir alles an ihr verändern müssten, damit es eine Profi-Küche werden darf.

Ins Herz

1. September 2014

Meine Gedanken flitzen in meinem Leib herum, bevor ich meine Augen aufmachen kann. Ich befinde mich also noch in der Traum-geht-Erwachen-kommt-Phase. Sie leisten glaube ich Vorabeit oder machen einfach nur Party. Ich bin gerade erst mit meinem Verstand dazu gekommen – muss erst einmal lauschen worum es geht.

Neues Buntes

22. August 2014

Man könnte meinen, ich hätte den ganzen Sommer über geschlafen. War aber nicht so. Es ist so viel schönes, bedenkliches und turbulentes um mich herum gelaufen, manches hat mich angefahren, so das ich es erst einmal erleben sowie verdauen musste und einmal hats mich sogar getroffen. Volle Lotte ins Herz, darüber brüte ich noch. Keine Sorge mir und Rado geht es gut, wir haben uns nur in diesem Sommer treiben lassen, von dem was kam und uns mitnehmen wollte. Ja wir haben uns mehrmals auf das vorbeifahrende Schiffchen gesetzt und sind dahin geschippert, wo das Schiffchen hintrieb.

Delikat St. Pauli

10. Juli 2014

Dritter Tag Akquise in Hamburg. Ich bin von einen Hahn geweckt worden. Ja, in Bullerbü lebt ein Hahn und vier Hühner. Ein kurzes Wie-wars bevor wir wieder losfahren. Es gab so viele schöne Begegnungen und lustige Überraschungen. Von einigen möcht ich berichten.

Arbeitsbienen an Board

4. Juli 2014

Auf dem Bild, das bin ich. Ich bin sehr konzentriert an Wurstel dran. Darf ich vorstelle? Wurstel, Wurstel ist unsere Edelstahl Wurst-Press-Maschine, die Rado umfunktioniert hat zum GUTDING-Aufstrich-Abfüller. Ich mag Wurstel.

Oh wie wohl ist mir am Abend

25. Juni 2014

Bei unserer Tour-de-Akquise sind uns gestern und heute so viele Herzens-Momente geschenkt worden. Mein Herz ist ganz satt vom Glück.

Mehrweg-System auf Vertrauen

23. Juni 2014

Am Samstag, am Ende des Bauernmarktes auf Gut Wulksfelde hatten wir ein ganz herzliches Gespräch mit der Leiterin des Hofladens. Sie freute sich über unser Probe-Päckchen das wir ihr ganz zum Schluss noch in den Hofladen brachten. Der Trubel hatte uns alle etwas erledigt. Aber sie nahm sich Zeit. Sie hatte schon von ihrer Kollegin gehört, wie fein unsere GUTDING-Aufstriche schmecken. Nun ja, ich hatte ein paar Wochen vorher zu 25-Jubiläums-Feier vom Gut Wulksfelde feierlich ein großes Packet GUTDING-Aufstriche überreicht. Als Geschenk, aber natürlich auch, um den ganzen Hof zu verführen. Es war mir geglückt.

Amüsierter Gaumen

22. Juni 2014

Gestern war ich zu schlapp und erfüllt, um irgendetwas zu machen. Auch schreiben konnte ich nicht, ich konnte noch nicht mal groß was denken. Auch mal okay, ich weiß, ihr habt Verständnis.

Geschafft II

20. Juni 2014

Alles was wir schaffen wollten ist geschafft. Es brodelte vielleicht eine Freude in mir auf, als ich realisierte, dass der Aufstrich Nett wirklich der letzte Aufstrich in meiner geliebten Wurst-Press-Maschine war.

Am ersten Tag, also Mittwoch, hatte uns noch ein Unfall geschüttelt, der einfach passieren kann, wenn man sich noch ungeübt an üppige Produktionen macht. Fehler passieren und doch halten sie einen kräftig auf, lassen Trüb­heit regnen und das Wieder-glücklich-und-zuversichtlich-in-die-Zukunft-blicken fällt einem dann etwas schwerer.

glücklich-erledigt

17. Juni 2014

Wir sind glücklich, zufrieden und kräftig erledigt. Es war ein wunderschöner Tag auf dem Kattendorfer Hof, die Stimmung war toll, herzlich und fröhlich und alle waren sehr entspannt. Das Wetter war grandios und alle Widrigkeiten, die sich breitbeinig in unseren Weg stellten, konnten wir bis zum Schluss mit Humor begegnen.

Geschafft

14. Juni 2014

Wir haben es geschafft. Rund 400 Gläser sind produziert. Einen lauten und großen Dank an die Herzens-Helferinnen! Mit ihnen konnten wir alle Hürden und Hindernisse als Herausforderungen betrachten und dabei sogar lachen. Sie haben so tatkräftig mit angepackt, dass ich mich die ganze Zeit geborgen fühlte und sicher, dass wir uns auf der Zielgeraden befinden.

Ein Tag noch

14. Juni 2014

Mein Leib sagt „och nö!“, mein Geist „jetzt noch dies, dann das!“ und meine Seele grinst. Seit Tagen fühle ich mich wie eine Ameise, emsig, fleißig und rührig.

Was gutes dir die Götter bringen

7. Juni 2014

Es ist gleich sechs, ich kann nicht mehr schlafen, mein Hirn arbeitet, es verdaut das erlebte, kaut auf dem gesprochenen herum und am liebsten würde ich mich weiter an die viele Arbeit setzen. Aber ich bin gar nicht im Hexenäuschen. Ich bin in Hamburg geblieben, weil ich heute auf einen Geburtstag eingeladen bin. Auf das Garten-Fest hab ich mich schon über zwei Monate freuen dürfen. Und es passte hier zu bleiben. Gestern mittag die Prüferin, abends zu meiner Freundin Ute und ihrer Familie, heute noch Schrank-Abgeben und am Nachmittag in den Garten zum feiern.

Hola die Waldfee

16. Mai 2014

Unser Hexenhäuschen duftet nach Flieder, Maiglöckchen und Hasenglöckchen. Immer mehr Pflanzen recken und strecken sich gen Himmel. Es ist unglaublich, was die Natur alles bereit hält. Überall popt es aus dem Boden. Es quillt förmlich. Als wenn Mutter-Erde die Mähne wächst. Ich mach mir keine Sorge, wenn wir Menschen die Mutter Erde irgendwann so überstrapaziert haben, dass sie uns fortschickt oder wir uns ins aus gestoßen haben, dann berappelt sich die Natur bestimmt im Nu. Uns braucht hier niemand.

turbo

2. Mai 2014

Die Ereignisse überschlagen sich. Es ist eindeutig Frühling. Die Zeit für Volle-Kraft-vorraus und Beiß-in-die-Welt-Baby. Fang ich bei den beruhigenden Dingen um mich herum an. Der Apfelbaum vorm Haus blüht und es ist ein Genuss ihm in die Augen zu sehen und eine Wasserratte saß gestern seelenruhig auf einer Insel im Weiher und knabbert an etwas leckerem. Ich durfte ihr sogar bis zu einem gewissen Grad zusehen und näher treten.

Mich beruhigt mein treiben in der Werkstatt und die Sattheit der Natur macht mich stark. Durch das frische Frühlings-voll-grün keimt in mir die Sicherheit, dass immer alles gut wird und die Angst vor dem Grusel-Aufkleber-Satz „Stell Dir vor es ist Frühling und die Bäume werden nicht grün“ ist komplett verschwunden – es ist sowas von grün um mich.

Im Frühtau

25. April 2014

Das war vielleicht ein Oster-Wochenende. Ich bin bis oben hin voll mit Eindrücken. Es scheint mir, als würde ich sie noch immer verdaue.

Im Westen geht die Sonne auf

19. April 2014

Die Bestellungen im Rucksack und im Roll-Köfferchen verstaut habe ich mich Donnerstag in die Hansestadt aufgemacht. Meine erste Station, Eimsbüttel. Gemeinsames Mittagessen und Übergabe unter-der-Hand bei einem Italiener. Aufregend war es und die leuchtenden Augen derjenigen, die die GUTDING-Produkte wie Schmauch, Ungar, Schnucki und Raffke in Händen nehmen haben eine bestärkende Wirkung auf mich.

rosarot

13. April 2014

Gestern war ich den ganzen Tag im Garten, nach dem ich mit einem durchdringenden Bibber-Blues aufgewacht bin. Das es mir schon mal geglückt ist ein Unternehmen zu gründen und es auch erfolgreich übers 10-jährige-Jubiläum gebracht zu haben, erreicht mich in solchen Momenten nicht mehr. Dann ist alles, was ich bisher erreicht habe futsch. Die die erfolg hatte oder geliebt wird, weil sie so ist wie sie ist, dass bin dann nicht ich, das war oder ist dann eine Andere. Eine, zu der ich schon immer hochgeschaut habe, eine, die nur kurz bei mir vorbeigeschaut hat.

… will Weile

6. April 2014

Die Lieferservice-Pizzeria war ganz nackig. Nix an Profi-Küchen-Equipment drinnen. Komplett orange gestrichen, nur die Stellen wo wohl mal ein Ofen oder ein Schrank stand waren andersfarbig. Von außen in schmuckem rosa. Das Erscheinungs-Bild der Immobilie hat mich etwas erschrocken. Ich bin felsenfest davon ausgegangen, dass es möbliert vermietet werden würde und ertappte mich dabei, wie ich nicht ganz wertfrei das unschmucke Etablissement betrachtete. Während ich meine Blicke schweiften ließ, zählte meine Skepsis die Kosten zusammen, die entstünden würden, um mit der GUTDING-Produktion überhaupt loslegen zu können.

Einmal nett bitte

3. April 2014

Die Woche vor der Ladeneröffnung war sehr intensiv. Ich bin nicht mehr gewandert, habe mich stiefmütterlich um mich gekümmert und muss sagen, dass ich das in Zukunft anders machen möchte. Das Wandern ist für mich wichtig geworden, es macht mich glücklich und lässt mich schnurren. Wieso habe ich so etwas Mir-wichtig-gewordenes hinten an gestellt?

Bedürftigkeit als Motor

20. März 2014

Während ich mich in den letzten Tagen mit Haut und Haar der Schirm-Produktion hingegeben habe, entstanden bei Rado in seiner Werkstatt leckerste Macarons. Sie sind das süsse GUTDING-Seelenfutter, das mit einem Banderölchen versehen auch Text-Nahrung für Frau und Mann transportiert. Zu probieren bei der Ladeneröffnung.

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