Werkstatt satt

16. März 2014

Dank des stürmischen Regenwetters habe ich vielleicht wieder Glück von euch mit kaputten Schirmen beglückt zu werden. Regen in Kombination mit Sturm wird von mir nun mit anderen Augen betrachtet. Dank des miesen Wetters konnte ich heute auch so richtig viel nähen, fünf GUTDING-Schirm-Taschen sind entstanden und ich kann sagen, das Übung wirklich den Meister macht. Ich werde immer geschickter, habe raffinierte Arbeitsabläufe eingebaut und werde geschwinder. Ich toppe mich mit jeder Tasche.

Feiner Stoff

13. März 2014

Meine erste Wahl ging ganz schnell. Ich hab mich gestern schon für den Karo-Stoff entschieden und auch dafür, dass ich die Pluder-Hosen-Variante für ihn möchte. Ich finde, der Stoff hatte noch bevor er zu einer femininen Tasche wurde, etwas von einer Punk-Hose. Mein Bruder lebte mal eine Phase, da war er Punk und trug genau solch feines Stöffchen in Form einer Röhren-Hose. Zu diesem Modell trug er natürlich einen beachtlichen und im Dorf-wo-wir-uns-zu-Hause-fühlen-sollten, aufsehen eregenden Irokesen. Ich bewunderte seine Sorgfalt, die er jeden Morgen bedurfte, um die Haare in Form zu bringen. Er konnte sich sehen lassen. Er sah toll aus und schockte!

39 Schirme

12. März 2014

Unglaublich war es am Samstag, als meine Handvoll Freundinnen zur Festtags-Runde eintrudelten. Jede hatte meinen Wunsch ernst genommen und mich mit kaputten Regenschirmen beschenkt. Ganze 39 Schirme sind zusammengekommen. Der Haufen wuchs und wuchs und meine Freude wurde größer und größer. Immer wenn wieder ein Päckchen überreicht wurde, saßen alle ganz andächtig da und schauten, welche Muster sich wohl auftuen würden.

Happy Birthday, kleines Ich!

2. März 2014

Morgen hab ich Geburtstag. Ich werde 42. Das sechste Jahr-Siebt ist voll. Wow! Und wenn ich mir was wünschen darf, so doch am allerliebsten, dass ich klar-sehe oder besser gesagt weiß,-was-kommen-wird. Doch ist das bei meinem Lebenswetter wohl nicht drin. Die Sicht ist noch nicht einmal einen Monat weit. Ich kann mir beim besten Willen nicht genau sagen, wo ich im Herbst des Nachts in den Sternen-Himmel schau. Nur ahnen tue ich ab und an was, wenn ich zum Beispiel auf meinen täglichen 10-km-Wanderungen bin. Dann besuchen mich Visionen, aber greifbar sind sie nicht. Sie huschen eher um mich herum und kiecksen vor Freude.

Doch um die Baldigen-frohen-Neuigkeiten soll es hier und heute gar nicht gehen.

Café mit Herz

19. Februar 2014

Mir wurde heute ein Latte Macchiato samt Herz ans Bett gebracht. Sozusagen ein GUTDING-Brötchen.

Draussen schüttete es. Im Hexenhäuschen wird es dann noch etwas kuscheliger. Das ist auch bei starkem Sturm so. Wir haben uns also wieder ins Bett gekrümelt und geredet. Über die letzten Ereignisse und die, die noch im Raum stehen.

Schatz, ich geh mal mit dem Schweinehund

18. Februar 2014

Heute musste ich mich wirklich zwingen, meinen ritualigen Spaziergang zu erwandern. Untypisch früh war ich erwacht und weil ich direkt darauf auch schon die Hummeln in meinem Hintern verspürte, bin ich konsequent aufgestanden. Dann macht es bei mir nämlich überhaupt keinen Sinn so zu tun, als würde ich noch süß schlummern und entspannen. Das macht dann unnötig doofe Laune. Wieso nicht aktiv sein, wenn ich aktiv sein möchte. Energisch zu sein ist doch eine feine Sache.

Gut Ding

16. Februar 2014

Rado und ich haben einen Quantensprung gemacht. Wir wissen jetzt, wo es lang geht. Wir haben einen Namen für das, was wir beruflich machen wollen. GUTDING.

Regenschirme gesucht, kaputte!

9. Februar 2014

Dies Wochenende bin ich in der Stadt. Genauer gesagt ich weile in Pinneberg. Ich bin zu Besuch bei meiner Freundin Nadine, damit wir uns mal wieder ausgiebig austauschen können.

Ich bin also in der Nähe vom Urbanen Müll. Erst auf dem Land ist mir aufgefallen, das dort weniger Müll in unmittelbarer greifbarer Nähe liegt. Bei meinem neuen beruflichen Vorhaben brauche ich ja aber gute Müll-Quellen.

Spieglein, Spieglein

10. Januar 2014

Es passiert so viel und doch weiß ich grad nicht, wie ich Euch auf dem Laufenden halten kann. Das Erlebte und Gefühlte ist nicht so klar in Erzähl-Päckchen zu packen. Aber ich will es versuchen, denn irgendwie hat es verdammt viel mit dem Sich-selbst-entwickeln zu tun und das hat ja wiederum ganz arg viel mit Gemeinschaftsbildung was am Hut.

Die Gedanken, die sind frei

5. Januar 2014

Ein Glück und ein Pech zugleich. Je nachdem, von wo aus man auf die Gedankenwelt schaut. Sie beschützen uns und sie machen uns das Leben zur Hölle. Die Gedanken in Worte zu fassen und uns mitzuteilen, ist eine hohe Kunst. Ich versuche es schon seit ich denken kann und weiß, dass Worte ein irres Werkzeug sind. Mit ihnen kann ich mir den Weg durch die Welt bahnen und noch heute stehe ich manchmal da und bin sprachlos oder verunsichert, weil ich das Verhalten der Anderen und ihre Gedanken partout nicht erraten kann.

Was für ein Jahr!

30. Dezember 2013

Pappe-dicke-satt ist das Jahr 2013. Es möchte aus dem Spiele-Paradies abgeholt werden, es ist müd, es möchte sich einfach nur hinlegen, strecken und abtreten. Mehr passt da auch nicht mehr rein und ich bin dankbar, dass es Morgen wieder ein frisches Hemdchen bekommt. Danke, dass immer wieder neue Jahre folgen und ich älter werden darf. Herrlich, das wir Kapitel schließen und neue aufmachen dürfen. Welch Organisationshilfe.

Wiederkehr des Lichts

27. Dezember 2013

Den Himmel von um neun in der Früh möchte ich unbedingt mit euch teilen.
Er ist so bezaubernd gewesen.

Und die Sonne geht wirklich schon einen Hauch früher auf!

Schwere lastet abwärts, Licht strömt aufwärts

23. Dezember 2013

Heute versprach es draussen wunderschön zu werden als ich die Augen aufschlug. Der Himmel leuchtete schon blitze-blau und als ich zu meinem Fenster im Schreib-Zimmer hinaufeilte, ging gerade die Sonne auf, als feuerrote Kugel. Welch wunderschöner Anfang für einen Tag nach einem Hängerchen. Danke, lieber Wettergott für diese Unterstützung.

Besuch von der roten Minna

18. Dezember 2013

Heute hatten wir hier oben einmal kurz ein Sonnen-Fenster. Das haben wir gleich genutzt und einen Brief zum Briefkasten gebracht. Ja, dafür muss man hier mehrere Kilometer hinter sich bringen.

Aus die Maus

14. Dezember 2013

Nun ist es schwarz auf weiß geschrieben, unser Loft in der Fettstraße ist hinfort. Mir ist ganz fluffig im Bauch. Aber der neue Mieter ist ein feiner.

Mein Wert gefühlt

12. Dezember 2013

Meine letzte Rechnung, die ich gestellt habe und darüber meinen Wert sichtbar auf meinem Konto verbuchen konnte, ist geraume Zeit her. So habe ich es gewollt und so ist mein Wunsch auch in Erfüllung gegangen. Aber ich wusste zu der Zeit noch nicht, wie wichtig mir dieser Applaus von außen ist. Ich habe die Geld-Regen-Segen-Wert-Kombination so richtig erst im nachhinein schätzen gelernt.

himmel-hoch-jauchzend

4. Dezember 2013

Es ist jetzt die dritte Nacht, die wir hier im Hexenhäuschen verbringen und ich schlafe wie ein Stein. Wenn wir das Licht löschen ist das Licht aus, da scheint nichts mehr durch die Fenster. Nix! Doch, bestimmt würde der Mond, wenn er denn durch den Nebel scheinen könnte, uns etwas Licht schenken.

Hallo Wehmut

2. Dezember 2013

Es ist gerade ganz still um mich herum. Da können meine Gefühle mal zur Geltung kommen. Sie schnellen förmlich nach vorne in die erste Reihe, tanzen wie wild vor meiner Nase herum und sind sich nicht ganz sicher, ob sie mir Angst einjagen oder herzlich unterhalten wollen. Da ist auf der einen Seite meine tiefe Verbundenheit, zu mir und der gefühlten Sicherheit, dass ich mich auf dem rechten Weg befinde. Unmittelbar gegenüber auf der anderen Seite sehe ich, wie durch mehrere Schichten Transparent-Papier, all meine Erfahrungen die ich mit dem Leben-auf-dem-Land verbinde.

Es regnete Vergnügen

26. November 2013

Es war herzallerliebst in Nesle-et-Massoult und alles was erledigt werden wollte lief locker, fröhlich und überaus geschmeidig. Ich bin glücklich. Die Hinfahrt war in einem durch nur leider nicht zu schaffen, nach Luxenburg war ein solch doller Nebel. Das habe ich noch nie erlebt, ich konnte nichts mehr sehen. Also haben Bärbel und ich uns um 2 Uhr an den Wegesrand zu anderen LKWs gestellt und uns hinten in die Bus-Ladefläche gelegt.

muss i denn,

21. November 2013

Das Umzugsunternehmen, das uns nächste Woche Mittwoch unter die Arme greift, macht echt einen anständigen Eindruck. Ich hab darauf bestanden, dass sie diesmal vorbeikommen und sich ein Bild von unseren Sachen und der tückischen Wendeltreppe machen. Ausserdem wollte ich sie unter besonderer Obacht betrachten und von meiner mittlerweile schmerzhaft angehäuften Menschen-Kenntnis gebrauch machen. Unser letzter Umzug war der Horror und daraus hab ich gelernt. Immer schön vorher einander gegenüber stehen und beim Händeschütteln merken, ob’s passt.

Puh!

17. November 2013

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll? Hinten!

Danke Renate für die Gläser am vereinbartren geheimen Ort unten im Hof. Ich hab sie gefunden und konnte eben noch schnell drei Liter Quitten-Gelee eingekocht. Den Saft hatte ich bereits in Flaschen verstaut. Dachte, ich sei schlau und könnte so den Umzug überbrücken, aber nix da. Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe, aber manche Flaschen explodieren. Dann knallt mal eben eine Flasche in viele Einzelteile und der Saft spritzt in alle Himmelsrichtungen. Oder als ich eben nach Hause kam lag ein Schraub-Deckel im Raum. Kleine Geschosse haben wir hier in der Fettstraße stehen, da muss ich was machen! Der gute Quittensaft! Ich kann ihn doch nicht nur so sinnlos rum-knallen-und-spritzen-lassen wie bei der Formel eins.

Danke für’s wecken!

12. November 2013

Auch wenn ihr mir’s nicht glaubt, ich war zwei Tage als Schleife an einem Geburtstags-Geschenk in Stellshagen. Vielleicht war ich auch das i-Tüpfelchen oder das Sahne-Häupchen. Egal, ich hab auf alle Fälle nicht lange gefackelt und “Ja, ich will!” zu Stephan gesagt. “… ich will deiner Frau eine gute Geburtstags-Begleiterin sein!”

Hätt’ ich dich heut erwartet

10. November 2013

Es ist köstlich, wie leidenschaftlich Rado mit seinem Können Brot zu kreieren umgeht. Morgens um fünf wird der Ofen vorgeheizt, der Laib-Teig schläft noch im Kühlschrank. Wie ich räkelt er sich und will es nicht wahr haben, dass der Tag wohl schon zu beginnen scheint.

Straßenlaternen vergessen lernen

7. November 2013

Geputzt haben wir heute auf Martinshof. Die erste Fuhre war voll mit Sachen, die als erstes raus aus der Stadt mit aufs Land dürfen. Spaten, Forke, Sonnenliegen. Im Dachgeschoss begonnen, haben wir uns fleißig Fenster-putzend, Spinnweben-wegsaugend und Dielen-wienernd in unserer neuen hutzeligen Bleibe nach unten gearbeitet. Das hat mich mit dem Ort verbundener gemacht. Irre, aber das putzende Raum für Raum abtasten macht, dass ich den Ort viel schneller mit mir bekannt machen kann.

Martinshof

3. November 2013

Am Mittwoch schon dürfen wir ins Hexenhäuschen! Dann werden wir es von oben bis unten reinigen, schön mit Salbei ausräuchern und es dabei kennenlernen. Vielleicht hat Martin bis dahin auch schon Holz besorgt, damit wir den Küchenfußboden verschönern können. Das Laminat, was jetzt drinn ist, hat was von einem störenden Pickel und es vorm Einzug zu renovieren, wäre ja weise.

Jugend Wahn

26. Oktober 2013

Gestern war ein famoser Abend. Meine Freundin Kerstin hat wieder zum Leseabend eingeladen. Das Thema, Jugend Wahn. Ehrlich gesagt, konnte ich mir darunter nicht so recht was buchtechnisches vorstellen. Mir schwirrten bei den beiden Worten nur Bilder im Kopf rum. Da streifen mich aufgedunsene Lippen, jugendliche Sportwagen mit tiefsitzenden alte Männer und ältere Damen in kurvigen, kurzen Kostümen. Die Bilder in meinem Kopf sind ausgesprochen plakativ und bedürfen keine Texte.

Und, obwohl ich erst gar nicht zum Leselampen-Abend gehen wollte, weil ich vom doofen warten gerade zu viel hatte und der ganze Tag so verlaufen war, als wenn es mich darin nicht gegeben hätte, hab ich mir einen Ruck gegeben. Ich wollte aus diesem verflixten Tag noch einen feinen machen.

Hereinspaziert!

19. Oktober 2013

Potz Blitz. Wir haben uns entschieden! Wir ziehen nach Plönort und lassen die Zukunft werden. Wir sind zuversichtlich und wollen es dort versuchen. Jou, wir gehen einen Schritt auf unserem Weg weiter. Mir fallen noch immer Steine vom Herzen. Brocken, und wenn ich denke das wars, dann kullert noch mal einer runter und mein Herz wird immer leichter. Ich freue mich und gleichzeitig hab ich Schiss in der Büx. Aber das ist glaube ich auch wieder normal.

Mittag ist fertig

9. Oktober 2013

Das grandhotel cosmopolis war mal ein Pflegeheim und wird jetzt zum Hotel, zur Flüchtlingsunterkunft, zu Ateliers. Eine Großküche wird zur Bürgergaststätte, eine Lobby zum Cafe, ein Dach zum Gemüsegarten.

Freiheits-Schmerzen

6. Oktober 2013

Jean Paul hat anscheinend mal einen Spruch gebracht, den sich seine Mitmenschen damals 17-hundert-irgendwann gemerkt haben müssen.Ute hat ihn im Abendblatt vom letzten Freitag gefunden.

Rodeln in den Bergen

4. Oktober 2013

Bärbel hatte mir neulich mal ihr schönes Land um Flensburg herum gezeigt. Sie tut viel, damit wir nicht wegziehen oder gar auswandern. Danke Bärbel für deine Ideen und Wachsamkeit immer wieder von irgendwas zu hören. Mich hast du mit Neukirchen an der Flensburger Förde schon gekriegt. Nun wollte ich mir die ganze Gegend mal zu Herzen nehmen und bin mit Rado in ganz Angeln herumgefahren. Richtig angetan haben es mir nun die Hüttener Berge.

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