PEACE

13. März 2017

2010 ist bei mir der Groschen gefallen. Wenn ich etwas in der Welt verändern will, dann muss ich bei mir beginnen. Ich wandte mich also ab, von dem was ich vorher tat und versuchte mir auf den Grund zu gehen. Es dauerte bis ich mich wiederfand und mir meine Sehnsucht klar wurde, die ich bereits als Kind hatte. In mir brodelten tatsächlich Kindheits-Wünsche, die anders waren, als das, was mir bis dahin wichtig geworden war.

Oh, Frühling!

17. Juni 2016

Sobald ich im Ansatz an Allem was ich angezettelt habe zweifle, kommt mir der penetrante Satz „Du hast es so gewollt!“ in den Sinn. Ja, ich wollte Wandel, hab den Mut an Tag gelegt, meinem Leben einen u-turn zu verpassen und stehe jetzt ganz glücklich im Leben …

sternschnuppe

25. März 2016

dabei könnten wir strahlen
bis wir leuchtend schwinden

Danke 2015

30. Januar 2016

Es geschah einen Tag vor Heilig Abend. Rado und ich waren seit Wochen am wirbeln, damit unsere Wohnung auch wirklich bis zum heiligen Abend fertig werden würde. Da passierte es.

Dr. Doof

22. November 2015

Jetzt ist es ein Jahr her, dass ich mit Rado nach Neverstaven gezogen bin. Warnsinn, ein Jahr ist es her … und die Wohnung ist noch immer nicht fertig! Aber es ist ein Ende beziehungsweise ein Anfang-des-Wohnens in Sicht. Die kommende Woche, also morgen, übermorgen und überübermorgen soll es soweit sein, das wir hinüber ziehen dürfen aus dem kruscheligen, über und über mit Dingen aufgefüllten und Baustaub-besetzten Westflügel in den frisch sanierten, sauberen Ostflügel … welch ein Wunder … mir fehlen die Worte.

glaub mir

19. August 2015

Mein Straucheln hat noch kein richtiges Ende, aber es setzt sich öfters mal in den Sessel und betrachtet mich bei meinem Tun. Es hat was viel freundlicheres bekommen. Es unterhält sich an manchen Tagen mit mir. Gar liebevoll vom Sessel aus.

wachsen schmerzt

28. Mai 2015

Mir fehlt gerade einfach die Zeit und die Kraft, um leichtfüßig-tiefsinnig geschwätzig zu sein. Ich würd so gerne, aber ich klemme fest und die Muse, die ich dafür bräuchte, hat sich schon seit längerem nicht mehr gemeldet.

Angekommen!

4. Dezember 2014

Mir glückt es recht gut, dem Chaos, das bis zu meinen Knöcheln schwappt, willkommen zu sagen. Hei, was soll’s, es ist wie es ist und kommt auch wieder geregelt. Lebensabschnitte, in denen ich genauestens wissen werde, was als nächstes kommt und wo was liegt, wird es bestimmt noch zur genüge geben. Ausserdem glaub ich ja, dass so ein Umzug mit dem ganzen wo-ist-nun-schon-wieder-das-und-wo-hatte-ich-doch-gleich-jenes, wie ein dicker Wälzer-Sudoku-durcharbeiten ist. Das belebt das Hirn!

Wo bitte ist Oben?

6. November 2014

Mein Leben ist gerade nicht ohne. Ich bekomme schubweise Muffensausen. Dann stockt mein Herz, mein Atem wird still und mir erscheint alles zu groß für mich kleine Agapi zu sein. Dann weiß ich auch nicht so recht was ich hier in meinen Blog schreiben soll. HILFE?

Herz-Trüffel

19. Oktober 2014

Die Auszeit, die ich mir diese Woche gegönnt hab, könnte ich auch Tournee nennen oder Besuch-den-Freund-Tour. Ich hatte einfach mal das Bedürfnis mich in der alten Heimatstadt sehen und treiben zu lassen. Vielleicht wollte ich aber auch nicht die Ruhe nach dem Sturm spüren – mich spüren. Rado hatte Sohn-Ferien und ist mit Freunden weg gefahren und ich … ja, ich, was mach ich mit dem zerzausten Mich?! So hatte ich mich verabredet und mir Freiräume gelassen, an denen ich schauen konnte, was mich auf dem Weg noch so kreuzen wollte. Es war und ist noch eine feine Zeit. Die Begegnungen, die ich in der doch sehr kurzen Zeit in mein Leben bringen konnte, waren für mich auch mal wieder wichtig. Ich konnte mit einer Freundin vieles wegplaudern und mit anderen über all das, was passiert ist, sprechen – so schön im Gegenübersitzen, wo Pausen des Schweigens auch schön zuzulassen sind.

lass es laufen

15. Oktober 2014

Wenn sich das, was ich angekurbelt habe, im Ungewissen wälzt und ich so gar nicht weiß, wie es ihm geht und ob es überhaupt seinen Weg geht, dann ist das für mich unglaublich schwer auszuhalten. Ich bin ein Kontroll-Freak. Jetzt kann ich Müttern und Vätern nachfühlen, die ihr Kind in die weite Welt entlassen und zu gerne wissen wollen würden, was es jetzt macht und wie es ihm geht. „Wenn Du nichts vom Kind hörst, dann geht es ihm gut!“ hab ich schon manchmaloft tröstend zu ihnen gesagt. Jetzt finde ich mich im Nachhinein echt doof …

Leidenschaft

4. Oktober 2014

Eine Woche ist vergangen in der ich mich nur treiben lassen durfte. Einmal bin ich auch wieder, nach dem ich mich etwas vom Turbo-Wochenende erholt habe, meinen Lieblings-Wanderweg gewandert. Die Tage kamen und vergingen. Nur einen Termin hatten wir vorgestern mit dem Amts-Mann an dem neuen Ort, wo wir ab Dezember wohnen werden. Er hat sich die wunderschöne alte Gutsküche angeschaut und uns gesagt, was wir alles an ihr verändern müssten, damit es eine Profi-Küche werden darf.

Lauf mein Pferdchen

25. September 2014

Ich sollte besser Schritt fahren. Kann ich aber gerade nicht. Unsere GUTDING-Aufstriche wollen jetzt in die Welt beißen.

Ja, seit gestern können die Bio-Läden beim Bio-Großhändler unsere herzhaften Aufstriche Schnucki, Samt, Schmauch, Nett und den neuen süßen Nachzügler Bolle bestellen. Und dann könnt ihr sie im Bio-Laden, der 100% Bio verkauft im Kühlregal finden. Wenn nicht, unbedingt nachfragen.

30 Kinder

9. September 2014

Die Ereignisse tanzen schon wieder Polka. Ganz kurz möchte ich doch ein Lebenszeichen senden, obgleich mir bereits die Augen schwer werden. Meine Tage haben gerade etwas sehr lautes.

Ins Herz

1. September 2014

Meine Gedanken flitzen in meinem Leib herum, bevor ich meine Augen aufmachen kann. Ich befinde mich also noch in der Traum-geht-Erwachen-kommt-Phase. Sie leisten glaube ich Vorabeit oder machen einfach nur Party. Ich bin gerade erst mit meinem Verstand dazu gekommen – muss erst einmal lauschen worum es geht.

Neues Buntes

22. August 2014

Man könnte meinen, ich hätte den ganzen Sommer über geschlafen. War aber nicht so. Es ist so viel schönes, bedenkliches und turbulentes um mich herum gelaufen, manches hat mich angefahren, so das ich es erst einmal erleben sowie verdauen musste und einmal hats mich sogar getroffen. Volle Lotte ins Herz, darüber brüte ich noch. Keine Sorge mir und Rado geht es gut, wir haben uns nur in diesem Sommer treiben lassen, von dem was kam und uns mitnehmen wollte. Ja wir haben uns mehrmals auf das vorbeifahrende Schiffchen gesetzt und sind dahin geschippert, wo das Schiffchen hintrieb.

Sommer-Schlaf

27. Juli 2014

Die Hitze macht mir ein wenig zu schaffen. Ich bin dann so träge. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Rado und ich die letzte Zeit rumgerödelt haben, als wenn’s kein Morgen gäbe. Da macht mein Körper, wie zu Karriere-Zeiten, einfach schlapp. Dann möchte er ins Bett gebracht werden und sich ausruhen. Er lässt mir dann auch die Augen schwer werden, damit ich nichts mehr sehen kann und ruhe.

1.000 Zeichen

18. Juli 2014

Ein noch ganz junges Magazin hat mich gefragt, ob ich über meine Wünsche, Ziele und Erfahrungen ein Dorf-zu-gründen, sprechen möchte. Ich möge es kurz und knackig, nicht ausformuliert runterschreiben. Sie formulieren es dann aus. Es sollen hinterher 800 bis 1.000 Zeichen pro Projekt werden, plus Foto.

Ja, was sind meine Wünsche, Ziele und Erfahrungen?

ándale, ándale!

8. Juli 2014

Die Ereignisse sind schneller als ich. Deshalb heute mehr Bild als Wort. Der Vegan-Summer war anders als die anderen zwei Märkte – unter den Veganer gibt es schon ein paar besondere Persönlichkeiten. Vielleicht liegt es daran, dass wenn ich mehr sein will, als ein einfacher Mensch, dass ich mich dann so sehr bemühe, mich so dolle anstrenge, das ich vielleicht etwas über-bemüht wirke.

Arbeitsbienen an Board

4. Juli 2014

Auf dem Bild, das bin ich. Ich bin sehr konzentriert an Wurstel dran. Darf ich vorstelle? Wurstel, Wurstel ist unsere Edelstahl Wurst-Press-Maschine, die Rado umfunktioniert hat zum GUTDING-Aufstrich-Abfüller. Ich mag Wurstel.

Die Hasel nusst

30. Juni 2014

Ist es die Entspannung vor der nächsten Anspannung die mich ein wenig wie ein Tiger herum huschen lässt? Ich bin etwas durcheinander. Diese Ruhe, die ich mir im Winter und Frühjahr mit viel Achtsamkeit mir selbst gegenüber aufgebaut habe, ist geschüttelt worden von der Aufregung eine neue Unternehmung zu starten.

Oh wie wohl ist mir am Abend

25. Juni 2014

Bei unserer Tour-de-Akquise sind uns gestern und heute so viele Herzens-Momente geschenkt worden. Mein Herz ist ganz satt vom Glück.

Was gutes dir die Götter bringen

7. Juni 2014

Es ist gleich sechs, ich kann nicht mehr schlafen, mein Hirn arbeitet, es verdaut das erlebte, kaut auf dem gesprochenen herum und am liebsten würde ich mich weiter an die viele Arbeit setzen. Aber ich bin gar nicht im Hexenäuschen. Ich bin in Hamburg geblieben, weil ich heute auf einen Geburtstag eingeladen bin. Auf das Garten-Fest hab ich mich schon über zwei Monate freuen dürfen. Und es passte hier zu bleiben. Gestern mittag die Prüferin, abends zu meiner Freundin Ute und ihrer Familie, heute noch Schrank-Abgeben und am Nachmittag in den Garten zum feiern.

Es köchelt

5. Juni 2014

Wir sind nun ganz nah dran. Morgen kommt die Bio-Zertifiziererin, die Auditorin, die Checkerin und sie ist sympathisch. Jedenfalls klingt sie am Telefon sehr freundlich, aufgeschlossen und entspannt, so Rado. Und das ist das wichtigste.

Häschen hüpf

24. Mai 2014

Jetzt ist es wieder so spät und meine Äuglein fallen mir gleich zu. Aber ich lebe und mir geht es gut. Das wollte ich kurz zu Euch hinausrufen. So eine Lebensmittel-Upcycling-Unternehmens-Gründung ist ja schon etwas sehr Komplexes. Da fegt einem der Wind um die Ohren. Ich fühle mich, als wenn meine Füße für den Moment den Kontakt zur Erde verlören. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was es alles zu bedenken gibt, wenn man Lebensmittel herstellen möchte. Irre ist das.

Hola die Waldfee

16. Mai 2014

Unser Hexenhäuschen duftet nach Flieder, Maiglöckchen und Hasenglöckchen. Immer mehr Pflanzen recken und strecken sich gen Himmel. Es ist unglaublich, was die Natur alles bereit hält. Überall popt es aus dem Boden. Es quillt förmlich. Als wenn Mutter-Erde die Mähne wächst. Ich mach mir keine Sorge, wenn wir Menschen die Mutter Erde irgendwann so überstrapaziert haben, dass sie uns fortschickt oder wir uns ins aus gestoßen haben, dann berappelt sich die Natur bestimmt im Nu. Uns braucht hier niemand.

turbo

2. Mai 2014

Die Ereignisse überschlagen sich. Es ist eindeutig Frühling. Die Zeit für Volle-Kraft-vorraus und Beiß-in-die-Welt-Baby. Fang ich bei den beruhigenden Dingen um mich herum an. Der Apfelbaum vorm Haus blüht und es ist ein Genuss ihm in die Augen zu sehen und eine Wasserratte saß gestern seelenruhig auf einer Insel im Weiher und knabbert an etwas leckerem. Ich durfte ihr sogar bis zu einem gewissen Grad zusehen und näher treten.

Mich beruhigt mein treiben in der Werkstatt und die Sattheit der Natur macht mich stark. Durch das frische Frühlings-voll-grün keimt in mir die Sicherheit, dass immer alles gut wird und die Angst vor dem Grusel-Aufkleber-Satz „Stell Dir vor es ist Frühling und die Bäume werden nicht grün“ ist komplett verschwunden – es ist sowas von grün um mich.

rosarot

13. April 2014

Gestern war ich den ganzen Tag im Garten, nach dem ich mit einem durchdringenden Bibber-Blues aufgewacht bin. Das es mir schon mal geglückt ist ein Unternehmen zu gründen und es auch erfolgreich übers 10-jährige-Jubiläum gebracht zu haben, erreicht mich in solchen Momenten nicht mehr. Dann ist alles, was ich bisher erreicht habe futsch. Die die erfolg hatte oder geliebt wird, weil sie so ist wie sie ist, dass bin dann nicht ich, das war oder ist dann eine Andere. Eine, zu der ich schon immer hochgeschaut habe, eine, die nur kurz bei mir vorbeigeschaut hat.

fertig!

21. März 2014

Es ist vollbracht, die Faltschirm-Taschen aus den Geburtstags-Geschenk-kaputten-Regen-Schirmen sind fertig. An der Wand unseres Hexen-Treppen-Haus hängen sie nun wie Geschossene-Geweih-Köpfe. Mein ganzer Stolz – die GUTDING-Upcycling-Trophäen.

Ich brech den Tabus das Genick

23. Februar 2014

Heute möchte ich mal Tabus brechen. Das letzte Mal hab ich mich noch beschämt zurückgenommen. Der Kommentar „Das sagt man nicht vorm dritten Monat!“ hatte die Fähigkeit, mich vor zwei Jahren zum schweigen zu bringen. Ich schämte mich. „Wie konnte ich nur!“

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