Schirm, Charme und Zwirn

12. Februar 2014

Tamtarata, taratara tamtarata! Hier sind meine zwei ersten Upcycling-Modelle aus kaputten Regenschirmen. Es sind zwei unterschiedliche Versionen der Zusammen-faltbare-reserve-Einkaufs-Taschen. Aber die Maße sind fast gleich. Grob 40 x 40 cm.

Zuckerschlecken

6. Februar 2014

So, jetzt kommt mal wieder etwas von mir ans Tageslicht. Ich muss gestehen, dass mir die Zeit, die ich mir für mich herausgenommen habe, gut getan hat. Bewusstes abtauchen kann ich nur empfehlen und In-sich-horchen auch. Das ist wie fasten. Ja, das was ich gemacht hab war eineinhalb Wochen Kommunikations-Fasten inklusive Schweige-Retreat.

Indianer kennt Schmerz

19. Januar 2014

Ich bin noch beim Mich-Entwickeln. Das dauert! Dazu kommt, das sich Dem-Wachsen-stellen ans Herz geht und aufs Gemüt schlägt. Natürlich nur, wenn man sich nicht ablenken kann. Und hier in der Wallachei hat es so gar nichts, was mich ablenken könnte. Hier höre ich den ganzen Tag meine Gefühle lautstark in mir sprechen. Hier gibt es keine Fenster-der-Nachbarn in die ich schauen kann, um mich auf andere Gedanken zu bringen.

Reichlich Schwein

3. Januar 2014

Hier ist echt was los. Zwischenzeitlich dachte ich ja, uns würde keiner Besuchen kommen. Aber jetzt hatten wir schon recht viele Gäste – spontane, verabredete und lang-überlegte – und das fühlt sich gut an. Es hilft auch, den Martinshof und unser Hexenhäuschen zu beseelen. Nach jedem Besuch füllte es sich angekommener an und mit jedem mal den Gästen den Hof zeigen komme ich dem Örtchen selber noch näher.

Pflanzenkunde

29. Dezember 2013

Meinem eigenen Versprechen, bis zum 6. Januar mal richtig zu entspannen und nur den Rehen beim grasen, den Vögeln beim zwitschern und den Bäumen beim hin-und-her-schwanken zuzuschauen, hab ich gestern den Rücken zugewandt. Mir hat es so in den Fingern gejuckt.

Maria durch ein Dornwald ging

21. Dezember 2013

Das Lied mochte ich immer sehr gerne. Wir haben es in der Schule um die Adventszeit gesungen. Wir haben überhaupt viel gesungen. Seufz! Ihr glaubt gar nicht, was bei mir sich in den letzten Tagen alles im Kopf zeigt und wälzt.

Ab ins Körbchen

16. Dezember 2013

Die Weihnacht rückt näher und mit ihr der Druck, sich diesem Ritual auf irgendeine Art und Weise zu nähern. Mir ist schon seit geraumer Zeit immer etwas mulmig zumute, wenn es beginnt in Supermärkten Lebkuchen und glitzernde Artikel zu geben. Dann erschrecke ich mich jedesmal. Nicht nur, weil ich “Au Backe, ist’s schon wieder zuende, das Jahr!” denke, sondern weil ich mich, wenn das Jahr sich dem Ende zuneigt, versorgt fühlen möchte. Es verunsichert mich noch immer, jedes Jahr aufs neue.

Mehr Dorf, bitte!

8. Dezember 2013

Rado ist mein schärfster Kritiker. Nun ja, er ist mir am nächsten und ich frage und bitte ihn immer, mir brühwarm gerade-heraus zu sagen, was er von meinen Beiträgen hält. “Es ist zur Zeit ganz schön viel “Dein Leben”. Aber so ist es eben. Es ist ja auch Dein Blog.” ich dachte noch darüber nach und Rado hatte schon eine Idee. “Berichte doch mal von unserem Plan!”

chérie, es schneit!

6. Dezember 2013

Es hat gepfiffen, geheult, kräftig durch die Ritzen gepustet und an den Türen gescheppert. Unseren Bus hab ich zur Sicherheit am Abend noch mitten auf die Wiese gestellt, damit er nicht von einem umgefegten Baum zermalmt wird.

Scheiden tut weh

30. November 2013

Meine Freundin Kerstin erzählte mir neulichst, dass es eine erforschte Stresspunkte-Vergabe gibt, bei der 100 Punkte an das Verlieren-durch-Tod-eines-geliebten-Menschen geht und ganze 30 Punkte an das Umziehen-an-einen-neuen-Ort. Ich wäre, glaube ich, ein wichtiges ergänzendes Forschungs-Element. Bei mir wird in Ausnahme-Zuständen jener Stoff freigesetzt, den Obelix in seinem Bottich hatte in den er als Kind hineingefallen war.

Meine Nerven lagen kurz blank

20. November 2013

Gestern lief nicht alles reibungslos. Es war rückblickend natürlich nur eine feine Kleinigkeit, die mich zum abfeuern aufrief, aber in solchen Momenten sehe ich es kurzzeitig anders. Vielleicht ist gerade alles einen Hauch zu viel und ich ein Fünkchen überfordert. Aber das das in der Werkstatt mit der Anhängerkupplung-an-den-Bus-machen sowas von lange gedauert hat, dass ich noch mal in den Garten gehen und meiner Wollust Büsche-zurück-schneiden nachgehen konnte, hat mich gleichzeitig gesäuert. Mein Doppeltermin stand in Gefahr.

Guten Morgen, Universum!

19. November 2013

Das mit dem Sich-einen-Parkplatz-wünschen kennt glaube ich jeder, oder? Als ich noch ein Workaholic-Wesen war und kaum Zeit fand, mir über mich und mein Leben gedanken zu machen, da bretterte ich immer des Nachts mit 1000 Sachen über die Max-Brauer-Allee nach Hause, als würd es egal sein, ob es mich in Balde noch gibt oder nicht. Ein Teil in mir wollte sogar das Schicksal herausfordern. Ja, ich wollte mit meinem Schicksal ins Duell ziehen.

Es hat gewonnen! Irgend etwas in mir trat doch auf die Bremse, als das Altonaer Rathaus schon fast in mir klebte.

Sonnen-Traum-Auf

15. November 2013

Meine Finger sind ganz müde und schleichen eher verhuscht über die Tastatur, als das sie die Buchstaben-Tasten willensstark drücken würden. Von meinem restlichen Körper ganz zu schweigen.

Es martint sehr

9. November 2013

Heute war ich mit meinen Kastanien auf dem Martinsmarkt in der Nienstedtener Waldorfschule. Die Kastanien sind Lea und Petra. Zwei wundervolle Frauen, die ich 2011/2012 beim Mich-weiterbilden im Bernard Lievegoed Institut kennen und lieben lernen durfte.

Was wir da studiert haben? Uns und unsere Wahrnehmungsfähigkeit für Andere, das Begreifen der Ursachen von schwierigem Sozialverhalten und eine liebevoll gewappnete Haltung in schwierigen Situationen zu bewahren.

Queen of Geduld

31. Oktober 2013

Die Spannung steigt. Wir haben uns mit dem Dorfmann für Samstag verabredet. Dann ist auch der Mann da, der noch in der Schmiede wohnt aber Willens ist, so M. uns so schnell wie möglich Platz zu machen. Das Lager in Fleckeby schauen wir uns dann auch gleich an. Und packen tue ich auch schon. Hier siehts aus, als wenn ein Verwüster eingebrochen wäre.

Werte im Gespräch

27. Oktober 2013

Am Samstag-Morgen höre ich ja zu gerne das ‘Radiofeuilleton – Im Gespräch’ auf Deutschland-Radio und puzzle dabei rum oder schaue dabei einfach nur aus dem Fenster. Die letzten Samstage war immer was los, so das ich schon ewig nicht mehr mitbekommen hab, worum es überhaupt so ging die letzten Male. Doch Dank des Internets ist es ja heute möglich, egal wann, zu schauen, was es so in all den vergangenen Wochen gab.

Geduld wird meine Stärke

23. Oktober 2013

Einen Wunsch hab ich. Ich möchte irgendwann so richtig gut abwarten können.

Gibt es überhaupt Menschen, die gut warten können? Als Kleinkind habe ich auf das Christkind warten gelernt. Später dann auf den 18 Geburtstag, um endlich den Führerschein machen und in die ersehnte Freiheit beißen zu können. Dann aufs Abi um ernst zu machen.

Feuchtgebiet

7. Oktober 2013

Ich kann ja noch nicht so viel verraten. Das ist echt das doofe am bloggen im weltweiten web. Aber ich bin ja pfantasievoll. Die Bilder die ich von diesem Kunstwerk auf der Biennale gemacht hab sich doch gut. Sie lassen jedem seine eigene Vorstellung von dem Ort wo wir noch einmal hin sind. Die selbst gebastelten Häuser muteten etwas der alten tschechischen Filme an. Die Geschichte dazu ist unglaublich, ich möchte sie kurz anreißen.

Schloss Blumenthal

9. September 2013

Sollten wir nach Schloss-Blumenthal ziehen, werde ich mir als erstes ein Dirndel besorgen. Das steht mir bestimmt gut. Ich liebe ja tiefe Ausschnitte und im Blumenthaler Biergarten würde ich mit den Bier-Humpen vor der Brust mit Sicherheit einen guten Eindruck machen.

Guten Morgen Willenskraft

26. August 2013

Nun befinde ich mich schon ein Jahr und ein bischen im Wandel. Keine Frage, das braucht Willenskraft. Und keine Frage auch mir kommt sie manchmal abhanden. Ich bin ein ganz normaler Mensch, das ist schön zu wissen. An Tagen, wo sie spurlos verschwunden scheint, ist es, als würde es überhaupt keinen Sinn machen, das ich mit meinem Willen etwas bewegen müsste. Dann fühlt sich’s an, als würde so gar niemand auf mich warten.

Überraschend!

23. August 2013

Ich habe mich getraut Menschen die ich gar nicht kenne anzurufen und sie zu fragen, ob sie mich mal kennenlernen und anhören wollen. Am Telefon habe ich zu Beginn noch etwas gestammelt bis meine Sprache sich mit meinen Gedanken wieder verbunden hat. “Ihr müsstet nur einmal Kaffee-Trinken riskieren.” hörte ich mich sagen. Die Reaktion war überraschend. Sie haben ja zum beschnuppern gesagt. Gestern waren wir also bei Gunda und Fred. Danke Sibylle für die Idee. Ohne Erwartungen sind Rado und ich Richtung Möln aufgebrochen.

weiterschreiben

7. Juli 2013

Letztes Jahr im Sommer hab ich mit schreiben begonnen. Dann hat es mich eingeholt und ich konnte gar nicht mehr klar denken. Beinahe hätte es mich vor meiner Hochzeit aus den Schuhen gehoben. Da hab ich lieber mal ein Päuschen eingelegt. Zu dolle waren all die Gefühle, die wieder in mir hochgekommen sind.

Zwischenzeitlich bekam ich Furcht, den Faden nicht wieder aufzunehmen. Das mich das Mich-mit-meiner-Geschichte-zu-beschäftigen traurig macht, weh tut und Fragen hinterläßt, das wußte ich. Doch das es so viel in mir bewegt und auslöst hätte ich nicht so sehr für möglich gehalten.

Wie gelingt Gemeinschaft?

31. Mai 2013

Zu dieser Fragen hat Rado auf der Seite www.gemeinschaftsberatung.de einen anregenden Text gefunden, der Aufschluss darüber gibt. “Wie beginnen – und wie weiter?” Die wichtigsten Schritte des Gemeinschaftsaufbaus.

Maifest auf dem Buschberghof

2. Mai 2013

Gestern haben uns Freunde ihren Bauernhof gezeigt. Wir durften sie begleiten zum Maifest, auf IHREN Buschberghof. Das ist ein Demeter-Hof der das CSA-Konzept lebt (Consumer-Supported Agriculture, Verbraucher unterstützte Landwirtschaft; dieser Begriff bezeichnet einen Zusammenschluss von Verbrauchern und einem Partnerhof) und das schon seit 1987. In diesem Konzept zahlt die CSA-Gemeinschaft die jährlichen Betriebskosten und erhält im Gegenzug alle erzeugten Lebensmittel und trägt dafür gemeinsam das Betriebsrisiko.

zu verschenken!

5. April 2013

Dies Buch lag gestern in unserer Straße liebevoll im Eingang der Hausnummer 38. Ich habe auch schon vieles rausgestellt – passe dann immer gutes Wetter ab – und weg ist es, ganz unkompliziert!

Das ist eine Kuh.

3. März 2013

Darf ich vorstellen, dies ist ein “Angler Rotvieh” und hat Hörner. Ja, Kühe haben eigentlich Hörner. Kaum zu glauben, aber ich habe mal mit Freunden (nenne jetzt mal keine Namen) gewettet, das Kühe Hörner haben und haushoch gewonnen. Es soll auch schon Kinder geben, die glauben, das Kühe lila sind. Grusselig.

So viel habe ich in mir noch nie gehört.

28. Februar 2013

Rado und ich waren drei Monate in Neuseeland und haben uns dort in der Natur eine Auszeit gegönnt. Wir wollten mal fort von allem, was uns kneift und piekt, uns leer machen und schauen, was dann so kommen will. Ich habe mal gehört, dass man erst eine Tür hinter sich zu machen muss, um eine neue vorzufinden die sich öffnen lässt?

Mein Traum ist fertig geträumt!

23. Februar 2013

Wer war das nochmal, der das bekannte “I have a deam!” gesagt hat? Martin Luther King?