Regenschirme gesucht, kaputte!

9. Februar 2014

Dies Wochenende bin ich in der Stadt. Genauer gesagt ich weile in Pinneberg. Ich bin zu Besuch bei meiner Freundin Nadine, damit wir uns mal wieder ausgiebig austauschen können. Ich bin also in der Nähe vom urbanen Müll.

Erst auf dem Land ist mir aufgefallen, das dort wo ich jetzt lebe viel weniger Müll in unmittelbarer und greifbarer Nähe liegt. Bei meinem neuen beruflichen Vorhaben brauche ich ja aber gute Müll-Quellen. So schaue ich nun immer ganz sehnsüchtig, wenn ich in die Stadt komme, nach gutem Müll und gestern hatte ich gleich drei mal Glück. Drei Regenschirme haben wir auf unserem Stadt-Spaziergang angetroffen.

Ich brauch sie für meine erste Upcycling-Idee. Ganz klein Zusammen-faltbare-reserve-Einkaufs-Taschen möchte ich aus dem noch heilen Regenschirm-Stoffen nähen. Solch feine, dezente und nicht auftragende Tragehilfen für überraschenden Einkäufe. Ältere Damen hatten diese kleinen Regenschirm-Stoff-ähnlichen Päckchen immer in ihrem Handtäschchen und waren allzeit bereit. Solch ein geschmeidiges Utensil, was ja auch noch die echt uncoole Plastiktüte ersetzt, möchte ich herstellen und jung und alt verkaufen. Ich könnte meine Zielgruppe versuchen mit einzubeziehen, sie könnten sammeln helfen …

In der Stadt tummeln sich Regenschirme in allen Farben und Größen nach stärkeren Stürmen in den Mülleimern. Das Bild kennt man und manchmal ärgert man sich sogar, weil dann kein Platz mehr für den eigenen Müll im Eimer ist.

Hei, mir kommt eine Idee! Wenn ihr euch nicht vor den kaputten Elementen in den Mülleimern ekelt, dann würde ich mich ja wie Bolle freuen, wenn ihr mir sammeln helft. Manchmal hat man auch Glück und sie liegen einfach so auf dem Gehweg, am Rand oder gar in einem Busch gesteckt. So gar nicht ekelig, eben wie ein Pumpernickel-Käse-Trauben-Stick auf einem Käseigel.

Oh, ich wünsch mir ganz viele kaputte Regenschirme, ganz egal wie groß, in welcher Farbe und in welchem Zustand. Ich komme sie dann abholen, wenn ich in die Stadt komme oder ihr bringt sie mir einmal mit, wenn ihr mich in Martinshof besucht. Das wär famos.

Mir fällt noch was besseres ein. Ich könnte ja auch zu meiner Ladeneröffnung einladen. Mit dem Lädchen bin ich nämlich auch in der Zwischenzeit arg weit vorangekommen. Ach so, darüber berichtete ich noch gar nicht. Also, im Eingang unseres Hexenhäuschens habe ich für Rado und meine ganzen Produkt-Ideen einen Setzkasten-ähnlichen Laden aus den Resten vom Dielenboden-Holz zusammen-geschustert. Jetzt weiß ich auch woher das Wort zusammen-geschustert kommt. Ich hab es nämlich nur mit Nägeln, ganz simpel zusammengehämmert. Aber das hält und mir gefällt es.

Aber wieder zurück zur Laden-Eröffnung-Einladungs-Idee. Dann lade ich euch ein und diejenige, die die meisten kaputten Regenschirme mitbringt bekommt eine Agapi-Überraschung. Die denk ich mir noch aus.

Hier schaut, das sind die drei ersten Farben. Ach ja, Rado hat auch einen in der Nähe von Bullerbü gefunden, genauer in Altengamme. Da weiß ich nur noch nicht wie er ausschaut, ich meine welche Farbe er hat.

Die Spannung steigt. Und natürlich zeig ich euch das erste Täschchen, wenn es fertig ist. Natürlich!

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