Im Westen geht die Sonne auf

19. April 2014

Die Bestellungen im Rucksack und im Roll-Köfferchen verstaut habe ich mich Donnerstag in die Hansestadt aufgemacht. Meine erste Station, Eimsbüttel. Gemeinsames Mittagessen und Übergabe unter-der-Hand bei einem Italiener. Aufregend war es und die leuchtenden Augen derjenigen, die die GUTDING-Produkte wie Schmauch, Ungar, Schnucki und Raffke in Händen nahmen, haben eine bestärkende Wirkung auf mich.

Die Nachfrage nach dem schwarzen Hamster, den wir in Raffke umgetauft haben, war überwältigend. Unsere kleine Küche wurde zu einer schnuckeligen Backstube. Es duftete so herrlich-schön im ganzen Hexenhäuschen und meine Näh-Werkstatt, die sich zu Tafelrunden ins Arthurs wandelt und normaler Weise auch unsere Wohnküche ist, wurde zur Profi-Küchen-Verlängerung. Ich schnippelte, Rado verfeinerte, zauberte und dann portionierten wir die Leckereien in die verschiedenen großen Gläser. Zwischendurch entstand ein kleines-bis-mittelgroßes Durcheinander in meinem Kopf. Wer wollte noch mal wie viel von Schmauch und wer wollte es wohin geliefert bekommen? Ich durfte auf gar keinen Fall die Unter-der-Hand-Lieferung vergessen, die an einem geheimen Ort hinterlegt und Samstag, wenn wir nicht da sind, herausgeholt werden will. Holla die Wald-Fee, ein Logistik-Wunder bin ich nicht gerade, meine Stärke liegt eher im Hasen-zeichnen und Hasen auf Klavier-fotografieren.

Jetzt befinde ich mich auf Reisen. Die GUTDING-Leckereien gingen schon nach Blankenese, Wedel, Bahrenfeld und in die Schanze. In Blankenese durfte ich länger bleiben und hier entwickelte sich der Ort meiner Bleibe zu einer GUTDING-Aussen-Stelle. Lea kam kurz mit ihren Kindern vorbei, es wirbelte, es lachte und wieder erfreute das Brot Raffke und der Aufstrich Ungar. Noch etwas unsicher nahm ich das Unter-der-Hand-Geld an, machte Häkchen auf meinem Zettel und erklärte um etwas von meiner Scham abzulenken, dass wir Pfand auf die Gläser nehmen. Von Freunden Geld zu nehmen ist ungewohnt, ihnen etwas zu verkaufen noch ungewohnter. Ich schwanke. Es ist mir unangenehm für unsere Arbeit Geld von Freunden anzunehmen und gleichzeitig freut es mich, dass sie an uns glauben und uns mit ihren Bestellungen bestärken.

Ich danke Euch, Ihr Lieben!

Nun hoffe ich, dass Euch die guten Dinge Eure Osterzeit verfeinern.
Frohe, sonnige und feine Ostertage!
Und Petra, hab Dank, dass Dein Ort die Aussen-Stelle sein, ich wieder bei Euch nächtigen und mit Euch so herzerfrischend Frühstücken durfte. Ich habe wieder einmal die Leichtigkeit des Miteinander-Seins genossen.

Ja, und morgen geht es für mich weiter nach Westen, Westen an der Aller. Das liegt bei Bremen, Verden, in der Nähe von Dörverden und dort wirtschaftet der Lohmanns Hof und den und das Dorf in dem er sich befindet, möchten Rado und ich uns morgen mit unseren Freundinnen anschauen fahren. Wir machen einen Oster-Ausflug. Mehr als das ich mir die Website durchgelesen habe und mir von meinen Freundinnen überglücklich von einem Januar-Ausflug dorthin berichten ließ, weiß ich noch nichts.

Ich bin gespannt, lasse den Ort auf mich zukommen und halte die Äuglein und mein Herz offen. Ich lasse mich treiben und möchte alles achtsam aufnehmen. Wer weiß, vielleicht lässt es mein Herz hüpfen.

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