Arbeitsbienen an Board

4. Juli 2014

Auf dem Bild, das bin ich. Ich bin sehr konzentriert an Wurstel dran. Darf ich vorstelle? Wurstel, Wurstel ist unsere Edelstahl Wurst-Press-Maschine, die Rado umfunktioniert hat zum GUTDING-Aufstrich-Abfüller. Ich mag Wurstel.

Wir haben die Abläufe noch einmal kräftig geschmeidiger gemacht. Eine selbstgedachte Aufklapp-Halterung für Wurstel aus zwei Küchen-Brettchen hat es mir ermöglicht, ihn selber zu befüllen. Die Einrichtung eines extra Jobs – die abgekochten Gummiringe mit den abgekochten Glasdeckel zu einer Einheit vorbereiten und mir zu Türmen neben Wurstel zu stellen – ließ mich die gefüllten Gläser im Nu schließen und ich muss mich nicht mehr verrenken. Aus quadratischen Milch- und Saft-Tetra-Packungen habe ich die Steco-Kisten präpariert. Es passen genau 40 kleine Gläschen in 40 aufgeschnittene Milch- und Saft-Tetra-Packungen. Der perfekte Einsatz für die Kiste. So sind die Gläschen gesichert und können nicht mehr aneinander klackern beim transportieren.

Wer Lust hat mir zu helfen – ich sammle jetzt nicht nur erledigte und ausgediente Regenschirme, Krawatten, Stofftaschentücher, Kartoffelsäcke, Plastiktüten und hölzerne Käseschachteln sondern jetzt auch quadratische Milch-Saft-Tetra-Packungen.

Es war wieder ein Freuden-Arbeits-Fest und wieder hatten wir fleißige Arbeitsbienen mit an Board. Danke, liebe Herzens-Freundes-Bienen für die großartige Unterstützung. Es rührt mich sehr, das wir so kräftig beschützt werden. Ja, ich fühle mich beschützt von all den lieben Menschen. Sie stehen uns beiseite, wie Leitpfosten in alpinen Serpentinen. Sie behüten uns vor dem Abgrund der Überforderung. Sie stehen uns bei, bringen Freude mit, Aufstrich-Geschichten* und Zuversicht, damit wir nicht zusammenklappen. Sie bringen Kuchen für die Pause mit und sagen „das machen wir jetzt noch fertig!“ wenn meine Durchhalte-Kraft für den Moment am seidenen Faden hängt. Sie machen Späße und singen mit, wenn ich mal wieder ein Lied beginne zu summen. Sie sind einfach da.

Gestern drang mir „Ich armes welsches Teufli“ in den Sinn nachdem ich mit einem anderen meine Umwelt penetrierte. Alle kannten sie es, kamen aber nicht drauf. Ich summte es immer wieder und wieder. Wenn ich es nur lange genug summen würde, würden wir schon drauf stoßen. Liegt doch meist schon ein Buchstabe auf der Zunge. Vermummt bis oben hin und stark mit Wurstel beschäftigt, verlor ich plötzlich die Melodie.

„Schön Agapi, sing doch mal ein anderes! Ich helf dir jedenfalls nicht es wiederzufinden“. Die gute Ruth. Es ist herrlich Dich besser kennen zu lernen – ich genieße es so sehr. Danke Dir, Ruth!

Vielleicht kauf ich mir bei der nächsten Gelegenheit in Hamburg bei der Rudolfsteiner-Buchhandlung das Buch von Dieter Hornemann. Ich kann beides empfehlen, die Buchhandlung an der Rothenbaumchaussee und das Buch von Herrn Hornemann. Eigentlich kann ich auch den Herrn Hornemann empfehlen. Ich durfte ihn damals, als ich noch ein ganz junges Wesen war – 15 war ich – kennen und schätzen lernen. Ein ganz toller Mensch. Und das Liederbuch „Lieder für Ferien, Fahrt und Abenteuer“ wollte ich mir schon immer schenken.

Es rührt mich auch, dass die Anfragen hereinflattern. Bio-Läden rufen an, zu denen wir nächste Woche vorbei kommen wollten. „Wann kommt ihr zu uns?“ Terminvorschläge für Verköstigungen werden uns unterbreitet und Märkte werden uns angeboten. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag haben wir vor eine Hamburg-Akquise-Tour zu machen. So aber nun kann erst einmal der vegane Sommer kommen. Ihr seit herzlich eingeladen zu kommen, zu probieren und einzukaufen.

Ich habs!
Es ist „Dat du min Leevsten büst, dat du woll weeß, Kumm bi de Nacht, kumm bi de Nacht, segg wo du heeßt.“
Danke liebes Internet!

2 Kommentare vorhanden

  1. Svenja sagt:

    Liebe Agapi, wo zum Teufel hast du denn quadratische Tetrapacks her? Sowas habe ich noch nie gesehen..

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