ándale, ándale!

8. Juli 2014

Die Ereignisse sind schneller als ich. Deshalb heute mehr Bild als Wort. Der Vegan-Summer war anders als die anderen zwei Märkte – unter den Veganer gibt es schon ein paar besondere Persönlichkeiten. Vielleicht liegt es daran, dass wenn ich mehr sein will, als ein einfacher Mensch, dass ich mich dann so sehr bemühe, mich so dolle anstrenge, das ich vielleicht etwas über-bemüht wirke.

Aber das ist, glaube ich, bei allen Menschen so, die partout mehr sein wollen als nur schlicht weg ein Mensch. Das ist bei den Durch-und-durch-Christen, -Anthroposophen, -Kapitalisten, -Buddhisten, -Kommunisten, -Ökos oder den Durch-und-durch-Ateisten so. Das ist einfach, wenn’s dogmatisch wird, dann wird’s eben Zum-weglaufen-anstrengend. Aber an so einem Stand kann man ja nun dummer Weise nicht weglaufen.

Aber wer weiß wofür das gut war, ab und an diesem Extrem begegnet zu sein. Ich nehme es in meine Gedanken, wiege es hin und her und werde es bei der Dorfgründung im Herzen tragen.

Schön war, dass je später es wurde immer heiterere Besucher kamen und wieder haben wir spannende neue Menschen kennenlernen dürfen. Im ganzen war es ein üppiger Tag. Der Markt ging von 10 bis 21 Uhr. Wir waren beinahe um 7 die ersten und um 22 Uhr die letzten.

Wir sind fast ausverkauft! So haben wir auch gleich weiter produziert, weil wir doch heute, morgen und übermorgen unsere Hamburg-Akquise-Tour machen wollen. Voller Zuversicht haben wir uns und unsere Produkte gestern Abend schon einer Coop auf St. Pauli präsentieren dürfen.

Mehr kann ich nicht sagen, ich hab Hummeln im Hintern.
Ich trink jetzt meinen Kaffee und dann geht es von Laden zu Laden.

©agapi_vegansummer_0816

Das war das schönste T-Shirt – und es gab viele Informations-T-Shirts!

©agapi_vegansummer_0832

Zwischendurch hat es auf dem vegan-summer in Strömen gegossen, so dass wir am nächsten Tag unseren nostalgischen Stand noch einmal zum trocknen in der Sonne aufbauen mussten. Neben dem Hexenhäuschen wirkt er riesig. Er ist aber nur 4×2,50.

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Auch die Taschen aus ausgedienten Regenschirmen sind nass geworden. Zum trocknen hängen sie auf der Wäscheleine und taumeln im Sonnen-Wind.

4 Kommentare vorhanden

  1. Beate sagt:

    auch wenn man nicht weglaufen kann: schwachsinn-diskussionen kann man immer beenden ;-) mit dogmatikern kann man sich nicht konstruktiv auseinandersetzen. hast du nun erkannt, wie schön, beim nächsten mal hast du hoffentlich den mut, dich diesem kräftezehrenden verbal-austausch zu entziehen. ;-)

    • agapi sagt:

      Liebe Beate, der Mut ist es glaube ich nicht, der mir fehlt. Mir fehlen in solchen Situationen die Worte. Denn das, was sich in meinem Inneren aufbäumt, möchte ich nicht raustun, es würde vielleicht verletzen. Ich hätte gerne einen liebevollen Satz im Säckel, den ich dann sagen könnte. Einen Satz der friedlich ist, der meine Gefühle beschreibt die ich gerade habe. „Ich fühle mich gerade nicht wohl.“ oder „Ich merke, dass ich dir nicht mehr zuhören möchte“. Hättest Du noch einen friedlichen Satz für mich?
      Und dann werde ich mich darin üben.
      Einen feinen Tag Dir,
      Agapi

  2. Beate sagt:

    Liebe Agapi, da hust du ja schon zwei Sätze, vielleicht fallen Dir noch mehr ein, die Du Dir dann aufschreiben kannst, den Zettel in Deine Tasche steckst, wie einen Spickzettel….

    Mein Rettungssatz ist häufig: „Mhm, so kann man das auch sehen…“

    LG, Beate

    • agapi sagt:

      Ja, das ist eine feine Idee und manchmal hilft es ja auch schon, sich mit einem Spickzettel zu wappnen.
      Das stabilisiert, innerlich!
      Danke Dir, Beate.

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