Initiatorin

©agapi-5858Agapi, 1972 in Hamburg geboren.

Als zweites von zwei Kindern wachse ich in meinen ersten Kinderjahren auf dem Land in der Nähe von Hamburg auf. Elfjährig ziehe ich mit meiner Familie in die Nähe von Frankfurt – wieder aufs Land. Da meine Mutter als Protestantin im katholischen Hessen keine Arbeit findet, wird das Haus für Pflegekinder geöffnet. Insgesamt erhalte ich so Einblick in sieben unterschiedliche Kinderschicksale. Meine Schulzeit auf einer Waldorfschule genieße ich und macht 1991 das Abitur. Direkt im Anschluss ziehe ich zurück nach Hamburg, werde Assistentin für Werbefotografen und mache mich als solche selbstständig. Nebenbei beginne ich 1994 Kommunikationsdesign zu studieren und jobbe in einer großen Werbeagentur sowie in einer kleinen Designagentur, in der ich 1996 eine Festanstellung annehme. Das Studium absolviere ich 2000.

Im selben Jahr gründe ich die Kommunikationsagentur AGAPI dialog. konzept. design. Ich hinterfrage und durchleuchte, erforsche und bewege. Vielen Unternehmen und sozialen Organisationen habe ich eine Identität gegeben, sie beim Erkennen der eigenen Erscheinung unterstützt und auch beim Finden der Corporate-Identity oder bei Veränderungsprozessen. Zu meinen größten Agentur-Erfolgen gehört die Fundraising-Kampagne “Paten für Straßenkids”, die ich 2001 gemeinsam mit dem Verein basis&woge ins Leben rief und für die ich den kleinen Straßenköter Kalle entwickelte, das Maskottchen der Spendenaktion. Seit langem erwirtschaftet die Kampagne jährlich 150.000,- EUR, die dem Verein die Arbeit sichert.

Mitte 2012 habe ich mich von meinen Kunden verabschiedet, um meinen Traum von einer Lebensakademie initiieren zu können. Nach einem Sabbatjahr, wagte ich den Schritt ins Ungewisse und lasse mich von dem Neuen, was da kommen will, berühren. Ich möchte eine produktive Gemeinschaft ins Leben rufen, mich in ihr weiterentwickeln und ihr in der schwierigen Phase des Entstehens meine Kompetenzen schenken.

Ende 2013 bin ich mit Rado aufs Land gezogen, um uns darin zu erproben, ob uns das Landleben überhaupt entspricht. Nach anfänglichem rumgeschlidder habe ich mich in die never-ending-Gartenarbeit und in das Sofort-loslaufen-können verliebt. Die Stille der Natur, das friedliche Wenige-das-ablenkt liebe ich mittlerweile und ich bin mir dankbar, den Schritt ins Nichts getan zu haben. Jetzt leben wir schon seit November 2014 in Neverstaven und haben Anfang 14 die Manufaktur GUTDING gegründet, machen Brotaufstriche, Postkarten, Upcycling, Kunst, ich schreibe an einem Buch und diesen Blog … und ich habe eine Vision, ich möchte in einer produktiven Gemeinschaft leben, arbeiten und sterbe.

Neverstaven scheint mir ein Ort zu sein, an dem die produktive Gemeinschaft Platz nehmen kann, die ich mir in meiner Vioion vorstelle. Aktuell bin ich noch dabei mich mit den Begebenheiten zu arangieren – es geht alles langsamer voran, als ich Dampflock dachte … und über dieses erlebnisreiche Vorankommen schreibe ich hier in diesem Blog.