Mehrweg-System auf Vertrauen

23. Juni 2014

Am Samstag, am Ende des Bauernmarktes auf Gut Wulksfelde hatten wir ein ganz herzliches Gespräch mit der Leiterin des Hofladens. Sie freute sich über unser Probe-Päckchen das wir ihr ganz zum Schluss noch in den Hofladen brachten. Der Trubel hatte uns alle etwas erledigt. Aber sie nahm sich Zeit. Sie hatte schon von ihrer Kollegin gehört, wie fein unsere GUTDING-Aufstriche schmecken. Nun ja, ich hatte ein paar Wochen vorher zu 25-Jubiläums-Feier vom Gut Wulksfelde feierlich ein großes Packet GUTDING-Aufstriche überreicht. Als Geschenk, aber natürlich auch, um den ganzen Hof zu verführen. Es war mir geglückt.

Amüsierter Gaumen

22. Juni 2014

Gestern war ich zu schlapp und erfüllt, um irgendetwas zu machen. Auch schreiben konnte ich nicht, ich konnte noch nicht mal groß was denken. Auch mal okay, ich weiß, ihr habt Verständnis.

Geschafft II

20. Juni 2014

Alles was wir schaffen wollten ist geschafft. Es brodelte vielleicht eine Freude in mir auf, als ich realisierte, dass der Aufstrich Nett wirklich der letzte Aufstrich in meiner geliebten Wurst-Press-Maschine war.

Am ersten Tag, also Mittwoch, hatte uns noch ein Unfall geschüttelt, der einfach passieren kann, wenn man sich noch ungeübt an üppige Produktionen macht. Fehler passieren und doch halten sie einen kräftig auf, lassen Trüb­heit regnen und das Wieder-glücklich-und-zuversichtlich-in-die-Zukunft-blicken fällt einem dann etwas schwerer.

glücklich-erledigt

17. Juni 2014

Wir sind glücklich, zufrieden und kräftig erledigt. Es war ein wunderschöner Tag auf dem Kattendorfer Hof, die Stimmung war toll, herzlich und fröhlich und alle waren sehr entspannt. Das Wetter war grandios und alle Widrigkeiten, die sich breitbeinig in unseren Weg stellten, konnten wir bis zum Schluss mit Humor begegnen.

Geschafft

14. Juni 2014

Wir haben es geschafft. Rund 400 Gläser sind produziert. Einen lauten und großen Dank an die Herzens-Helferinnen! Mit ihnen konnten wir alle Hürden und Hindernisse als Herausforderungen betrachten und dabei sogar lachen. Sie haben so tatkräftig mit angepackt, dass ich mich die ganze Zeit geborgen fühlte und sicher, dass wir uns auf der Zielgeraden befinden.

Ein Tag noch

14. Juni 2014

Mein Leib sagt „och nö!“, mein Geist „jetzt noch dies, dann das!“ und meine Seele grinst. Seit Tagen fühle ich mich wie eine Ameise, emsig, fleißig und rührig.

Was gutes dir die Götter bringen

7. Juni 2014

Es ist gleich sechs, ich kann nicht mehr schlafen, mein Hirn arbeitet, es verdaut das erlebte, kaut auf dem gesprochenen herum und am liebsten würde ich mich weiter an die viele Arbeit setzen. Aber ich bin gar nicht im Hexenäuschen. Ich bin in Hamburg geblieben, weil ich heute auf einen Geburtstag eingeladen bin. Auf das Garten-Fest hab ich mich schon über zwei Monate freuen dürfen. Und es passte hier zu bleiben. Gestern mittag die Prüferin, abends zu meiner Freundin Ute und ihrer Familie, heute noch Schrank-Abgeben und am Nachmittag in den Garten zum feiern.

Es köchelt

5. Juni 2014

Wir sind nun ganz nah dran. Morgen kommt die Bio-Zertifiziererin, die Auditorin, die Checkerin und sie ist sympathisch. Jedenfalls klingt sie am Telefon sehr freundlich, aufgeschlossen und entspannt, so Rado. Und das ist das wichtigste.

Häschen hüpf

24. Mai 2014

Jetzt ist es wieder so spät und meine Äuglein fallen mir gleich zu. Aber ich lebe und mir geht es gut. Das wollte ich kurz zu Euch hinausrufen. So eine Lebensmittel-Upcycling-Unternehmens-Gründung ist ja schon etwas sehr Komplexes. Da fegt einem der Wind um die Ohren. Ich fühle mich, als wenn meine Füße für den Moment den Kontakt zur Erde verlören. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was es alles zu bedenken gibt, wenn man Lebensmittel herstellen möchte. Irre ist das.

Hola die Waldfee

16. Mai 2014

Unser Hexenhäuschen duftet nach Flieder, Maiglöckchen und Hasenglöckchen. Immer mehr Pflanzen recken und strecken sich gen Himmel. Es ist unglaublich, was die Natur alles bereit hält. Überall popt es aus dem Boden. Es quillt förmlich. Als wenn Mutter-Erde die Mähne wächst. Ich mach mir keine Sorge, wenn wir Menschen die Mutter Erde irgendwann so überstrapaziert haben, dass sie uns fortschickt oder wir uns ins aus gestoßen haben, dann berappelt sich die Natur bestimmt im Nu. Uns braucht hier niemand.

turbo

2. Mai 2014

Die Ereignisse überschlagen sich. Es ist eindeutig Frühling. Die Zeit für Volle-Kraft-vorraus und Beiß-in-die-Welt-Baby. Fang ich bei den beruhigenden Dingen um mich herum an. Der Apfelbaum vorm Haus blüht und es ist ein Genuss ihm in die Augen zu sehen und eine Wasserratte saß gestern seelenruhig auf einer Insel im Weiher und knabbert an etwas leckerem. Ich durfte ihr sogar bis zu einem gewissen Grad zusehen und näher treten.

Mich beruhigt mein treiben in der Werkstatt und die Sattheit der Natur macht mich stark. Durch das frische Frühlings-voll-grün keimt in mir die Sicherheit, dass immer alles gut wird und die Angst vor dem Grusel-Aufkleber-Satz „Stell Dir vor es ist Frühling und die Bäume werden nicht grün“ ist komplett verschwunden – es ist sowas von grün um mich.

Im Frühtau

25. April 2014

Das war vielleicht ein Oster-Wochenende. Ich bin bis oben hin voll mit Eindrücken. Es scheint mir, als würde ich sie noch immer verdaue.

Im Westen geht die Sonne auf

19. April 2014

Die Bestellungen im Rucksack und im Roll-Köfferchen verstaut habe ich mich Donnerstag in die Hansestadt aufgemacht. Meine erste Station, Eimsbüttel. Gemeinsames Mittagessen und Übergabe unter-der-Hand bei einem Italiener. Aufregend war es und die leuchtenden Augen derjenigen, die die GUTDING-Produkte wie Schmauch, Ungar, Schnucki und Raffke in Händen nehmen haben eine bestärkende Wirkung auf mich.

rosarot

13. April 2014

Gestern war ich den ganzen Tag im Garten, nach dem ich mit einem durchdringenden Bibber-Blues aufgewacht bin. Das es mir schon mal geglückt ist ein Unternehmen zu gründen und es auch erfolgreich übers 10-jährige-Jubiläum gebracht zu haben, erreicht mich in solchen Momenten nicht mehr. Dann ist alles, was ich bisher erreicht habe futsch. Die die erfolg hatte oder geliebt wird, weil sie so ist wie sie ist, dass bin dann nicht ich, das war oder ist dann eine Andere. Eine, zu der ich schon immer hochgeschaut habe, eine, die nur kurz bei mir vorbeigeschaut hat.

… will Weile

6. April 2014

Die Lieferservice-Pizzeria war ganz nackig. Nix an Profi-Küchen-Equipment drinnen. Komplett orange gestrichen, nur die Stellen wo wohl mal ein Ofen oder ein Schrank stand waren andersfarbig. Von außen in schmuckem rosa. Das Erscheinungs-Bild der Immobilie hat mich etwas erschrocken. Ich bin felsenfest davon ausgegangen, dass es möbliert vermietet werden würde und ertappte mich dabei, wie ich nicht ganz wertfrei das unschmucke Etablissement betrachtete. Während ich meine Blicke schweiften ließ, zählte meine Skepsis die Kosten zusammen, die entstünden würden, um mit der GUTDING-Produktion überhaupt loslegen zu können.

Einmal nett bitte

3. April 2014

Die Woche vor der Ladeneröffnung war sehr intensiv. Ich bin nicht mehr gewandert, habe mich stiefmütterlich um mich gekümmert und muss sagen, dass ich das in Zukunft anders machen möchte. Das Wandern ist für mich wichtig geworden, es macht mich glücklich und lässt mich schnurren. Wieso habe ich so etwas Mir-wichtig-gewordenes hinten an gestellt?

fertig!

21. März 2014

Es ist vollbracht, die Faltschirm-Taschen aus den Geburtstags-Geschenk-kaputten-Regen-Schirmen sind fertig. An der Wand unseres Hexen-Treppen-Haus hängen sie nun wie Geschossene-Geweih-Köpfe. Mein ganzer Stolz – die GUTDING-Upcycling-Trophäen.

Bedürftigkeit als Motor

20. März 2014

Während ich mich in den letzten Tagen mit Haut und Haar der Schirm-Produktion hingegeben habe, entstanden bei Rado in seiner Werkstatt leckerste Macarons. Sie sind das süsse GUTDING-Seelenfutter, das mit einem Banderölchen versehen auch Text-Nahrung für Frau und Mann transportiert. Zu probieren bei der Ladeneröffnung.

Werkstatt satt

16. März 2014

Dank des stürmischen Regenwetters habe ich vielleicht wieder Glück von euch mit kaputten Schirmen beglückt zu werden. Regen in Kombination mit Sturm wird von mir nun mit anderen Augen betrachtet. Dank des miesen Wetters konnte ich heute auch so richtig viel nähen, fünf GUTDING-Schirm-Taschen sind entstanden und ich kann sagen, das Übung wirklich den Meister macht. Ich werde immer geschickter, habe raffinierte Arbeitsabläufe eingebaut und werde geschwinder. Ich toppe mich mit jeder Tasche.

Feiner Stoff

13. März 2014

Meine erste Wahl ging ganz schnell. Ich hab mich gestern schon für den Karo-Stoff entschieden und auch dafür, dass ich die Pluder-Hosen-Variante für ihn möchte. Ich finde, der Stoff hatte noch bevor er zu einer femininen Tasche wurde, etwas von einer Punk-Hose. Mein Bruder lebte mal eine Phase, da war er Punk und trug genau solch feines Stöffchen in Form einer Röhren-Hose. Zu diesem Modell trug er natürlich einen beachtlichen und im Dorf-wo-wir-uns-zu-Hause-fühlen-sollten, aufsehen eregenden Irokesen. Ich bewunderte seine Sorgfalt, die er jeden Morgen bedurfte, um die Haare in Form zu bringen. Er konnte sich sehen lassen. Er sah toll aus und schockte!

39 Schirme

12. März 2014

Unglaublich war es am Samstag, als meine Handvoll Freundinnen zur Festtags-Runde eintrudelten. Jede hatte meinen Wunsch ernst genommen und mich mit kaputten Regenschirmen beschenkt. Ganze 39 Schirme sind zusammengekommen. Der Haufen wuchs und wuchs und meine Freude wurde größer und größer. Immer wenn wieder ein Päckchen überreicht wurde, saßen alle ganz andächtig da und schauten, welche Muster sich wohl auftuen würden.

Happy Birthday, kleines Ich!

2. März 2014

Morgen hab ich Geburtstag. Ich werde 42. Das sechste Jahr-Siebt ist voll. Wow! Und wenn ich mir was wünschen darf, so doch am allerliebsten, dass ich klar-sehe oder besser gesagt weiß,-was-kommen-wird. Doch ist das bei meinem Lebenswetter wohl nicht drin. Die Sicht ist noch nicht einmal einen Monat weit. Ich kann mir beim besten Willen nicht genau sagen, wo ich im Herbst des Nachts in den Sternen-Himmel schau. Nur ahnen tue ich ab und an was, wenn ich zum Beispiel auf meinen täglichen 10-km-Wanderungen bin. Dann besuchen mich Visionen, aber greifbar sind sie nicht. Sie huschen eher um mich herum und kiecksen vor Freude.

Doch um die Baldigen-frohen-Neuigkeiten soll es hier und heute gar nicht gehen.

Ich brech den Tabus das Genick

23. Februar 2014

Heute möchte ich mal Tabus brechen. Das letzte Mal hab ich mich noch beschämt zurückgenommen. Der Kommentar „Das sagt man nicht vorm dritten Monat!“ hatte die Fähigkeit, mich vor zwei Jahren zum schweigen zu bringen. Ich schämte mich. „Wie konnte ich nur!“

Café mit Herz

19. Februar 2014

Mir wurde heute ein Latte Macchiato samt Herz ans Bett gebracht. Sozusagen ein GUTDING-Brötchen.

Draussen schüttete es. Im Hexenhäuschen wird es dann noch etwas kuscheliger. Das ist auch bei starkem Sturm so. Wir haben uns also wieder ins Bett gekrümelt und geredet. Über die letzten Ereignisse und die, die noch im Raum stehen.

Schatz, ich geh mal mit dem Schweinehund

18. Februar 2014

Heute musste ich mich wirklich zwingen, meinen ritualigen Spaziergang zu erwandern. Untypisch früh war ich erwacht und weil ich direkt darauf auch schon die Hummeln in meinem Hintern verspürte, bin ich konsequent aufgestanden. Dann macht es bei mir nämlich überhaupt keinen Sinn so zu tun, als würde ich noch süß schlummern und entspannen. Das macht dann unnötig doofe Laune. Wieso nicht aktiv sein, wenn ich aktiv sein möchte. Energisch zu sein ist doch eine feine Sache.

Gut Ding

16. Februar 2014

Rado und ich haben einen Quantensprung gemacht. Wir wissen jetzt, wo es lang geht. Wir haben einen Namen für das, was wir beruflich machen wollen. GUTDING.

Schirm, Charme und Zwirn

12. Februar 2014

Tamtarata, taratara tamtarata! Hier sind meine zwei ersten Upcycling-Modelle aus kaputten Regenschirmen. Es sind zwei unterschiedliche Versionen der Zusammen-faltbare-reserve-Einkaufs-Taschen. Aber die Maße sind fast gleich. Grob 40 x 40 cm.

Regenschirme gesucht, kaputte!

9. Februar 2014

Dies Wochenende bin ich in der Stadt. Genauer gesagt ich weile in Pinneberg. Ich bin zu Besuch bei meiner Freundin Nadine, damit wir uns mal wieder ausgiebig austauschen können.

Ich bin also in der Nähe vom Urbanen Müll. Erst auf dem Land ist mir aufgefallen, das dort weniger Müll in unmittelbarer greifbarer Nähe liegt. Bei meinem neuen beruflichen Vorhaben brauche ich ja aber gute Müll-Quellen.

Zuckerschlecken

6. Februar 2014

So, jetzt kommt mal wieder etwas von mir ans Tageslicht. Ich muss gestehen, dass mir die Zeit, die ich mir für mich herausgenommen habe, gut getan hat. Bewusstes abtauchen kann ich nur empfehlen und In-sich-horchen auch. Das ist wie fasten. Ja, das was ich gemacht hab war eineinhalb Wochen Kommunikations-Fasten inklusive Schweige-Retreat.

Tue Gutes und rede darüber

26. Januar 2014

Meine Herrn ist das Nerven-aufkratzend sich in die Entschleunigung und Stille zu begeben und nur zu fühlen. Ich hab mich echt zusammen gerissen und eine Woche gewartet mit Was-tun, weil ich hören wollte, was da so alles in mir aufpoppt, wenn ich mal wirklich Nix-mach. Rosarot sehe ich ja schon lange nicht mehr, aber das dunkle Grau, was ich jetzt in mir erblicke, erschrickt mich.

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