Puh!

17. November 2013

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll? Hinten!

Danke Renate für die Gläser am vereinbarten geheimen Ort unten im Hof. Ich hab sie gefunden und konnte eben noch schnell drei Liter Quitten-Gelee einkochen. Den Saft hatte ich bereits in Flaschen verstaut. Dachte, ich sei schlau und könnte so den Umzug überbrücken, aber nix da. Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe, aber manche Flaschen explodieren. Dann knallt mal eben eine Flasche in viele Einzelteile und der Saft spritzt in alle Himmelsrichtungen. Oder als ich eben nach Hause kam lag ein Schraub-Deckel im Raum. Kleine Geschosse haben wir hier in der Fettstraße stehen, da muss ich was machen! Der gute Quittensaft! Ich kann ihn doch nicht nur so sinnlos rum-knallen-und-spritzen-lassen wie bei der Formel eins.

Svenja, steht Dein Leere-Gläser-Angebot noch?

Davor sind wir aus Martinshof zurück nach Hamburg gekommen. Rado hat noch das Auto von Iris und Rainer zurückgebracht, was die beiden uns lieberweise geliehen haben. Danke Ihr beiden, Ihr habt uns damit super unterstützt.

Auf dem Martinshof haben Rado und ich uns mal getrennt voneinander aufgehalten. Er unten, Astlöcher mit Schleif-Leim-Matsche-Pampe zumachen und ich oben, Dielen lasieren. Und da ich keine Maler- oder Lackiererhosen zur Hand hatte, kreierte ich mir eine. Einmal die gute Jeans auf links drehen und fertig ist die Handwerker-Allzweck-Dreckigwerd-Hose. Sollte damit mal vor die Tür gehen, bestimmt entstehen so Trends? Nur ist Martinshof natürlich dafür kein guter Ort. Lediglich ein Reiter ist heute vorbeigekommen.

Übernachtet auf Horror-Ehe-Luftmatratze, die mich so langsam nervt. Sie verliert an Durchhalte-Kraft und dann hänge ich durch und rolle auf Rado. Freu mich, heute in unserem echten Bett zu schlafen. Gehe auch gleich noch in die Wanne!

Der Abend gestern war rührig-lustig. Wir haben jetzt fast alles, was ins Lager soll, in einer Riesen-Scheune verstaut. Sie ist, ganz scheunisch, nicht geheizt, aber die Luft zirkuliert darinnen ganz gut und die vielen Wild-Katzen vertreiben Raten und Marder.

“Da ham’se aber Schwein!” so die Scheunen-Vermieterin “Jetzt wollen alle ihre Schiffe und Wohnmobile über Winter einlagern. Das hier ist mein letzter Stellplatz von 200!” Danke, liebes Universum!

Wir stehen mit unserem Hausrat zwischen zwei Wohnmobilen umringt von Schiffen, Pferdeanhängern und Aufsitzrasenmäher. Vor drei Tagen haben wir das Lager gefunden und nun ist all unser schöner Über-Schuss eingelagert. Das Hexenhäuschen hat leider keinen Keller.

Als Rado und ich das Regal im Lager fertig aufgestellt hatten, kamen Bärbel und Diana zum einräumen-helfen. Das ging vielleicht fix. Und zur Belohnung gab es lecker Kuchen und Kaffee bei Dianas Bruder, Thomas. Der wohnt nämlich just in Güby und ist sozusagen einer unserer Nachbarn. Er hatte es warm bei sich, hatte Becher, Teller, Tisch und Stühle. Ich wollte gar nicht mehr weg von diesem Geborgenheits-Ort. In unserem Hexenhäuschen gibt es ja noch keine Küche, nur drei Sitzmöglichkeiten und all die netten Alltags-Gegebenheiten fehlen noch. Danke, Bärbel, Diana und Thomas für dieses feine Ende!

Samstag, also gestern früh um 10 bepackten wir die beiden großen Transporter, unseren T5 und Iris-und-Rainer-Ihren-Rechtslenker. Petra (eine Kastanie) und Nadine halfen tatkräftig die vielen Sachen aus dem Keller an die Oberfläche zu hieven. Habt vielen lieben Dank ihr Zwei, mir fallen große Findlinge vom Herzen! Und Danke auch Dir, Ulli, ich komme ganz sicher noch mal auf das Angebot Hilfe-samt-Bus zurück!

Und auch Dir, Kerstin rufe ich ein lautes Danke zu! Es hat mich echt gerührt, dass du mich am Freitag-Abend im Keller beim Vorbereiten für Samstag überrascht hast. Deine Tatkraft hat mich richtig gepuscht, gerade als Bärbel mit ihrem leeren Kombi vorfuhr, den sie voll bepackt nach Flensburg fahren wollte, um nicht leer zu fahren.

So, und zu guter Letzt auch Danke an alle die, die helfen wollten aber entweder nicht konnten oder bei denen ich mir die Hilfe für ein anderes Mal aufheben wollte.

Ich bin beeindruckt, in was für einem liebevollen Herzens-Netzwerk ich mich schwingend befinde.
Bitte verzeiht meinen heutigen eher Punkt-für-Punkt-Schreibstil, aber ich muss dringend in die Wanne und wollte Euch nicht in der Luft hängen lassen. In Bälde wieder mehr Agapi-Poetisch, Okay?!

Danke, Ihr Lieben und Gute Nacht!

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