Es regnete Vergnügen

26. November 2013

Es war herzallerliebst in Nesle-et-Massoult und alles was erledigt werden wollte lief locker, fröhlich und überaus geschmeidig. Ich bin glücklich. Die Hinfahrt war in einem durch nur leider nicht zu schaffen, nach Luxenburg war ein solch doller Nebel. Das habe ich noch nie erlebt, ich konnte nichts mehr sehen. Also haben Bärbel und ich uns um 2 Uhr an den Wegesrand zu anderen LKWs gestellt und uns hinten in die Bus-Ladefläche gelegt. Ratsfats waren wir eingeschlagen und haben verschlafen. Erst um halbacht bin ich erwacht! Ausgeschlafen sind wir dann weiter getuckelt. Es war schon eine Gedulds-Übung für mein Turbo-Wesen immer nur 80, na ja 100, zu fahren.

In Nesle am Nachmittag angekommen, haben wir uns gleich nach einem Kaffe bei Karin um unsere Pflicht gekümmert. Bärbel und ich haben die liebgehabten, alten, feinen und originellen Teilchen in den Bus und auf den Hänger verstaut. Ich bin mir so dankbar, das ich mich für den Hänger entschieden habe! Danach konnte ich mich kaum mehr bewegen. Ich hatte vergessen, dass ich reichlich sauschwere liebgehabte, alte, feine und originelle Teilchen erworben hatte. Doch dank ständiger Wärmflasche im Rücken konnte ich am Montag bereits wieder aufrecht gehen.

Und dann regnete es Vergnügen. Das Abendessen im Auberge de la Baume in Balot war der Hammer – Gaumen-Schmaus pur. Es milderte meine Rücken-Schmerzen gewaltig und der riesige Kamin wärmte auf ach-so-schöne-Weise. Als Vorspeise habe ich Ei-in-Pilz-Rotwein-Suppe genießen dürfen, Ente-in-Cassis-Souce-mit-Kartoffel-Grattin als Hauptgang und verschiedene Käse als Abschieds-Runde vergoldeten den Abend. Ich liebe gutes, mit Liebe zubereitetes Essen!

Der nächste Tag mit unserem gemeinsamen Ausflug war so reich mit pikantem, wunderschönem und tiefsinnigen gespickt, dass es sich für mich so anfühlte, als seien Bärbel und ich eine ganze Woche bei Karin gewesen. Kurz abgetaucht im zauberhaften Frankreich und weg sein für eine Ewigkeit. Die klare kalte Luft geatmet, den Ofen versucht glimmend zu belassen, den schrägen Laden Emmaüs besucht und ein Peugeot-Rennrad für Bärbel gefunden. In der Sonne Café crème trinken. Karins Kunst schauen, Gespräche führen die bewegen. Möhren aus Garten holen und einmal ums Dorf streunern.

Danke Karin für die Gastfreunlichkeit, die liebevolle Offenheit und dem ausgesprochen leckeren und stärkenden Truthahn-Mittag vor unserer Abreise – Herrlich-schmausig wars!

Und Danke Bärbel, dass du kein einziges mal gejammert hast sondern stattdessen unseren Ausflug mit Haut und Haar genossen hast. Dabei war das Geschläppe der liebgehabten, alten, feinen und originellen Teilchen und die 15-Stunden-hin-und-weg-Fahrt durch das gemache Anhänger-tuckerln wirklich nicht ohne.

So, und morgen um 7 kommen die viere kräftigen Kerle und wuppen hoffendlich reibungslos unseren Hausrat genn Martinshof. Morgen ziehen wir um und ich hoffe inständig, dass ich  mich zusammen-reißen kann, nicht mit anzupacken!

Einen müden, herzlichen Gruß in die Welt.

Gute Nacht,
Agapi

 

P.S. Rado schläft schon, also müssen diesmal meine Schreibfehler drinnen bleiben. Verzeihts bitte!

 

2 Kommentare vorhanden

  1. benita sagt:

    Sind ja kaum welche drin – vielleicht solltest Du Dir und Deiner Rechtschreibung vertrauen?
    Freut mich, dass Frankreich so glatt gelaufen ist. Dein Quittenbrot: köstlich!!!
    Danke Dir sehr dafür und für Deinen Besuch.
    Guten Umzug Euch und bitte ohne Dein Mitschleppen bzw. mit der Umsetzung Deines Vorhabens NICHTMITZUSCHLEPPEN!
    Nachtgruß!
    Benita

    • agapi sagt:

      Du hast recht, ich schreib jetzt einfach ohne mir den Kopf drum zu scheren.
      Schön, dass dich das Quittenbrot samt meiner erfreut hat.

      Mein Vorhaben den Umzug ohne Viel-mit-anzupacken zu erleben hab ich auch fast geschafft. Ich muss aber gestehen, dass es mir immer in den Fingern gejuckt hat. Gut war, das die Jungs immer “halt, dafür sind wir doch da!” gesagt haben. Das hat mir echt geholfen.

      Alles fügt sich, ich freue mich sehr, dass wir wohl einen feinen Nachmieter gefunden haben.
      Danke Benita und bis ganz bald.

      Alles liebe,
      Agapi

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